B-Klasse Mainz-Bingen West (13. Spieltag): TSVgg Stadecken-Elsheim II - SG Gensingen/Grolsheim 2:4 (0:3)

Unter Wert geschlagen (1. Teil)

 

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Gübler, Roßkopf, Lörsch (46., Hußmann), Szustak, Eppelmann,
Sinock (46., Dechent J.), Becker (72., Cramer), Uphues, Ahmed, Kaulfuss, Harth

SG Gensingen/Grolsheim:
Jeglinger, Kaspers, Rose, Schmitt, Scheuer, Kaya (56., Mayer), Hopf,
Genc (78., Bast), Cusenza, Ielapi (70., Schneider), Bozkurz

Tore:
0:1 Kaya (8.), 0:2 Genc (22.), 0:3 Kaya (35.), 1:3 Harth (65.), 2:3 Kaulfuss (68.), 2:4 Hopf (73.)

Florian Sieben I In der tabellarischen Situation, in welcher die Zweite Mannschaft zurzeit steckt, von „nice-to-have“-Punkten zu sprechen, ist zwar eigentlich fehl am Platz, aber wenn man innerhalb von nur fünf Tagen gegen die Spitzenmannschaften der SG Gensingen/Grolsheim und der SG Bingerbrück/Weiler, seines Zeichens unangefochtener Tabellenführer der B-Klasse Mainz-Bingen West, spielt, dann ist es genau das, was als Bezeichnung zu wählen ist. Dabei waren sich David Wolf und sein Team der Lage vollauf bewusst, doch sollte dies zu Beginn der Begegnung auch nicht helfen. Zwar begann man zielstrebig, hatte sogar noch in der ersten Minute den ersten, aber auch ungefährlichen Abschluss. Doch nach nur acht Minuten war dieses zarte Pflänzlein Makulatur, denn die individuellen Fehler, welche sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison ziehen, sollten auch hier wieder offenkundig werden. Nach einem Einwurf der Gäste aus Gensingen/Grolsheim fand ein Abwehrverhalten im Kollektiv einfach nicht statt und nach einer Hereingabe von der linken Seite, war es SG-Stürmer Kaya, der aus drei Metern den Ball am vollkommen chancenlosen Nils Gübler vorbei zum 0:1 versenkte. Die Zweite bleib weiter dran und hatte nur Momente nach dem Rückstand die Chance, den Spielstand wieder auszugleichen, doch nach einer Hereingabe von Kapitän Alexander Uphues gelang es Joshua Harth nicht, den Ball ausreichend Druck zu geben und so ging sein Kopfball knapp neben das Tor. Effektiver agierten weiterhin die Gäste, die nach 22 Minuten das zweite Mal vor das Tor von Nils Gübler kamen und es dieses Mal Kaya war, der nach einem Ball über die Abwehr hinweg, den Ball per Heber und mit Hilfe der Unterkante der Latte zum 0:2 versenkte. Minuten später war es erstmals Nils Gübler, der sich auszeichnen konnte und eine Möglichkeit der Gensinger sehenswert vereitelte – es sollte die Einzige bleiben. Denn in er der 35. Minute dann die vermeintliche Entscheidung. Wieder griffen die Gäste über das Zentrum an und wieder war es Kaya, der Nils Gübler dieses Mal im Eins gegen Eins keine Chance ließ. Mit 0:3 ging es in die Kabine in einem Spiel, in dem spielerisch nicht unbedingt anzumerken war, wer um den Aufstieg und wer um den Abstieg spielt. Den Unterschied machte die Chancenauswertung deutlich, gelangen den Gästen aus vier Möglichkeiten gleich drei Tore, während bei der Zweiten weiterhin offensiv die Null stand. Dies sollte sich jedoch 15 Minuten nach Wiederanpfiff ändern. Bis dahin gestaltete sich die zweite Hälfte durchaus offen. Die Defensive stand nun endlich, doch nach vorne lief weiterhin nur wenig, bis Alexander Uphues den Ball wiederum von Links hereinbrachte und es wieder Joshua Harth war, der zunächst noch am SG-Keeper Jeglinger scheiterte, im Nachgehen den Ball jedoch per Kopf zum 1:3 –Anschlusstreffer verwandeln konnte. Richtig Hoffnung keimte dann nur Momente später auf, als der Zweiten ein Freistoß in vielversprechender Position zugesprochen wurde, Marvin Kaulfuss antrat und der Ball, von der Mauer abgefälscht, den Weg ins Tor fand. Mit dem 2:3 im Rücken drückte die Zweite nun auf den Ausgleich und beinahe wäre dieser in der 70. Minute auch gelungen, doch einen Schlenzer von Felix Becker konnte Jeglinger gerade noch mit einer klasse Parade über die Latte lenken. Und wer weiß, was passiert wäre, hätte es die Zweite geschafft, diesen Treffer noch zu erzielen. Doch dieses Spielglück fehlt eben momentan und so kam es, wie es kommen musste. Quasi im Gegenzug gelang es den Gästen, ein fünftes Mal in diesem Spiel gefährlich vor das Tor von Nils Gübler, in Person von Hopf zu kommen, der aus halbrechter Position eiskalt blieb und das vierte Tor für die Gensinger erzielte. Das Spiel war nun entschieden, doch gilt es, der Zweiten für die gezeigte Leistung Respekt zu zollen, hat sie doch alles in die Waagschale geworfen. Leider und das ist eben der bittere Beigeschmack bei diesem Resultat, bekommt man immer noch keine Punkte für gute Leistungen und so musste man sich letztlich, weit unter Wert, eben doch geschlagen geben.

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