A-Klasse Mainz-Bingen (09. Spieltag): TSVgg Stadecken-Elsheim - VfR Nierstein 0:4 (0:3)

Paroli geboten – mehr aber nicht

TSVgg Stadecken-Elsheim:
Klonek, Dannenberg, Hintsch T., Luff, Große Böckmann, Hadzipasic (66., Haar), Klapper,
Antwerpes, Wolf Y., Hornke (78., Becker), Krützfeld (65., Lanzerath M.)

VfR Nierstein:
Hahn, Loos (66., Wagner), Andreas, Kerz C., Klag, Schwarz, Bajramovic (46., Zachariae),
Marques (73., Kerz T.), Krummeck B., Krummeck T., Augustin

Tore:
0:1 Klag (24.), 0:2 Marques (27.), 0:3 Bajramovic (32.), 0:4 Zachariae (88.)

 

Florian Sieben und Tim Antwerpes I Der designierte Tabellenführer zu Gast auf dem Sportplatz der TSVgg. Gegen die Tormaschine aus Nierstein, die im bisherigen Saisonverlauf im Durchschnitt sechs Treffer pro Spiel erzielte, hieß es am neunten Spieltag zu bestehen für die Erste Mannschaft. Unter Abwesenheit von Trainer Albert Hoppe entschieden Florian Sieben und David Wolf, die Mannschaft in einem defensiven 4-1-4-1-System auf das Feld zu schicken. Tief stehen, wenig Räume für den Gegner zulassen und bei Gelegenheit schnelle Konter fahren lautete die Devise, die in den ersten 20 Minuten vollkommen aufging. Motiviert und bissig präsentierte sich das zuletzt blutleere Team, zeigte defensiv eine konzentrierte Leistung und, anders als die Gäste, erspielte man sich auch zwei zwingende Tormöglichkeiten durch Raiko Krützfeld und Yannick Wolf, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Ganz anders dann plötzlich der VfR, der mit seiner ersten richtigen Möglichkeit durchbrechen konnte und durch Klag das 0:1 erzielte. Der Schock saß tief, was eine Spitzenmannschaft, wie sie Nierstein eben ist, sofort für sich zu nutzen wusste. Nur drei Minuten später stand es 0:2, wieder über die linke Angriffsseite gespielt, wurde der Ball von der Grundlinie ins Zentrum geflankt, wo VfR-Stürmer Marques vollkommen blank stand und einschieben konnte. Die Entscheidung folgte wieder nur fünf Minuten später und sollte den Charakter eines Slapstick-Tores haben. Eckball von rechts durch Bajramovic, welcher scharf auf den kurzen Pfosten geschlagen wurde, dort von Alexander Luff, Timo Hintsch und Torhüter Christopher Klonek abprallte und plötzlich im Netz lag.

0:3 – drei Chancen und zehn Minuten reichten den Gästen aus, um das Spiel zu entscheiden. So ist das eben, wenn eine Mannschaft um die Meisterschaft spielt, eine andere um den Abstieg.

Positiv festzuhalten bleibt, dass die Mannschaft, nachdem man sich einmal ordentlich durchgeschüttelt hatte, weiter engagiert und mit Kampfeslust versuchte, sich gegen die Niederlage zu stemmen. Doch zu einem eigenen Tor sollte es nicht mehr reichen.

In der Halbzeitpause wurde das Geschehene ruhig und sachlich aufgearbeitet sowie beschlossen, weiter Vollgas geben zu wollen. So ging es dann auch raus und kurz nach dem Wiederanpfiff hätte man tatsächlich beinahe die große Chance auf einen Treffer gehabt, doch der Schiedsrichter entschied, zum entsetzen aller, bei einem Foul an Raiko Krützfeld, dass klar im Strafraum stattfand, nicht auf Strafstoß, sondern auf einen Freistoß, der knapp neben das Tor gesetzt wurde. Viel mehr erwähnenswertes gab es dann lange Zeit nicht zu berichten. Die Erste war bemüht, es gelang auch, die Niersteiner in den zweiten 45 Minuten weitestgehend vom eigenen Tor fern zu halten, doch auch eigene Chancen waren rar und ein Treffer wollte schon einmal gar nicht fallen. Dieser fiel dann, als man hinten zugunsten der Offensive aufmachte, auf Seiten der Niersteiner, die einen ihrer Konter zu Ende spielten und durch den eingewechselten Zachariae kurz vor dem Ende den 0:4-Endstand erzielten.

Mit diesem Ergebnis endete wenige Momente später auch das Spiel, das einige Erkenntnisse, aber auch Enttäuschung zurückließ. Weiterhin wird die Erste vom Pech verfolgt, wollen doch aus besten Gelegenheiten keine Tore fallen. Es gilt nun, sich das Spielglück wieder hart zu erarbeiten, um auch wieder Spiele für sich zu entscheiden.

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