B-Klasse Mainz-Bingen West (27. Spieltag): TSVgg Stadecken-Elsheim II - SG Sponsheim/Dromsheim/Dietersheim 1:2 (1:0)

Standards werden wieder zur Falle

                                                          

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Hofmann H., Scherffius, Britz (76., Hintsch T.), Seifert, Lanzerath, Ahmed,
Kaufmann, Uphues, Krützfeld, Haar (79., Haar), Fassel (79., Doll)

SG Sponsh./Dromersh./Dietersh.:
Müller, Fischer (74., Alzakkar), Lunkenheimer, Domnick, Naumann, Hillmer,
Hoffmann, Alhassan, Pfeifer, Fleck, Hänßel (72., Salecker)

Tore:
1:0 Uphues (15.), 1:1 Fleck (75., FE.), 1:2 Fleck (89.)

 

Florian Sieben I Fast wie ein Déjà-vu muss es der Elf von Trainer David Wolf vorgekommen sein, als sie am 27. Spieltag auf dem heimischen Kunstrasenplatz auf die Spielgemeinschaft aus Sponsheim, Dromersheim und Dietersheim traf. Zu viele Parallelen waren bis Spielende gegenüber der Hinrunde auszumachen, von der Führung der eigenen Mannschaft, bis hin zum Drehen der Partie und der letztendlichen Niederlage. Eklatant: fing man sich bereits bei der Begegnung in Sponsheim alle drei Gegentore per Standards, so musste man auch dieses Mal beide Treffer der Gäste nach ruhenden Bällen hinnehmen.

Dabei fing alles noch so gut an, ging man doch bereits nach einer viertel Stunde Spielzeit in Führung - natürlich nach einem Standard. Ein Freistoß aus dem linken Halbfeld, getreten von Jerome Haar, sollte als Vorlage dienen für Alexander Uphues, der im Strafraum am höchsten hochstieg und den Ball, unhaltbar für den SG-Keeper, im kurzen Eck versenkte.

Auch nach dem 1:0 ließ die Zweite nicht locker und es war Torvorbereiter Jerome Haar, der die nächste Möglichkeit auf dem Fuß hatte, jedoch am starken Torhüter der Gäste scheiterte. Im Anschluss sollten es dann aber die Spielgemeinschaft sein, die in der weiteren Phase der ersten Hälfte das Heft des Handels übernahm und man konnte getrost froh sein, dass man, nach zwei brenzligen Situationen und einen nicht gegebenen Elfmeter, mit der Führung in die Halbzeit gehen konnte.

Wieder zurück sollte sich in den zweiten 45 Minuten dann aber ein Schlagabtausch entwickeln, bei dem zunächst die TSVgg die besseren Möglichkeiten hatte. Die erste durch Raiko Krützfeld, der sich in halbrechter Position gegen zwei Mann durchsetzen konnte und es wieder nur der SG-Keeper war, der den Schuss aus der Drehung zur Ecke abwehren konnte. Nur Minuten später war es dann Torschütze Alexander Uphues, der nach einer flachen Hereingabe ebenfalls an SG-Torhüter Müller scheiterte.

Aber auch die Spielgemeinschaft hatte ihre Möglichkeiten und es war Hauke Hofmann zu verdanken, der eine klasse Reaktion auf der Linie zeigte, dass der Ausgleich noch nicht fiel. Die Möglichkeit, das Spiel dann jedoch endgültig zu entscheiden, hatte Raiko Krützfeld, dem aber die Nerven versagten und er, alleine auf den Torhüter zulaufend, den Ball am gegnerischen Gehäuse vorbeischob.

Es folgte, was kommen musste. Nach einem Standard gelang es der Hintermannschaft der Zweiten nicht, den Ball ausreichend zu klären und plötzlich lag einer der SG-Spieler auf dem Boden, was den Schiedsrichter dazu bewegte, auf den Punkt zu zeigen. Eine umstrittene Entscheidung, jedoch hätte man die Situation auch einfach besser klären müssen. Zum fälligen Strafstoß trat in der Folge SG-Torjäger Fleck an, der mit einem Gewaltschuss in die von ihm aus linke untere Ecke den Ausgleich erzielte.

Der Nackenschlag dann wenige Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit, als die SG einen Freistoß aus gut 35 Metern Torentfernung zugesprochen bekam, einmal mehr Fleck antrat und er auch diesen Ball, an der Mauer vorbei, in die Maschen hämmerte.

Innerhalb von 14 Minuten war das Spiel gedreht, doch sollte es noch nicht das Ende bedeuten. Auch die Zweite bekam in der Nachspielzeit noch einen Freistoß aus vielversprechender Position zugesprochen, zu dem Raiko Krützfeld antrat, den Ball aber an das Lattenkreuz setzte.

So blieb es am Ende bei einem, für die Zweite sehr bitteren 1:2 und einer Niederlage, die alles in allem mehr als unnötig war, stellte man doch über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft und hatte mehr als ausreichend Möglichkeiten, das Spiel frühzeitig zu eigenen Gunsten zu entscheiden. So muss man auch nach diesem Spiel weiter darauf warten, den Klassenerhalt endgültig besiegeln zu können und hofft, dies bei der nächsten Begegnung endgültig unter Dach und Fach zu bringen.

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