A-Klasse Mainz-Bingen (24. Spieltag): FIAM Italia Mainz - TSVgg Stadecken-Elsheim 1:5 (1:2)

Zweite Halbzeit verkommt zur Zirkusnummer

FIAM Italia Mainz:
Ferreira L., Attardo (69., Tuna), Sözügen, Yüsel, Utro, Yilmaz, Zich (40., Comandatore),
Bousfia, Dimitric (54., Koleda), Öztürk, Ferreira J.

TSVgg Stadecken-Elsheim:
Gilbrin, Lanzerath, Antwerpes (17., König), Hadzipasic (79., Kaulfuss), Sinock,
Dannenberg, Klein, Hintsch, Große Böckmann, Reinke, Engemann

Tore:
1:0 Öztürk (7.), 1:1 Hintsch F. (26.), 1:2 König (29., FE.),
1:3 Hadzipasic (68.), 1:4 Reinke (86.), 1:5 Reinke (90.+1)

Rote Karte:
Öztürk (Beleidigung, 86., FIAM Italia Mainz)

Gelb-Rote Karte:
Yüsel (Meckern, 90.+5., FIAM Italia Mainz)

 

Florian Sieben und Tim Antwerpes I Nach zuletzt gerade Mal einem Punkt aus den letzten drei Ligaspielen, war die Erste Mannschaft gewillt, endlich mal wieder drei Punkte einzufahren. Wer konnte da besseres kommen, als FIAM Italia Mainz, Tabellen-Schlusslicht der A-Klasse. Natürlich ging man somit auch als Favorit in die Partie, die jedoch keineswegs auf die leichte Schulter genommen wurde, wusste man doch, dass die Italiener noch einmal alles versuchen würden, um den Abstieg zu verhindern.

Mit der nötigen Konzentration ging es dann auch in die Partie, in welche man gut hineinkam, von Beginn an die Kontrolle hatte und erste Chancen kreiert werden konnten. Diese blieben jedoch ungenutzt und so kam es, wie es kommen musste. Nach einem Fehler von Silas Große Böckmann, der sich leichtfertig am eigenen Strafraum den Ball wegspitzeln ließ, war es Öztürk, der alleine auf Keeper Daniel Gilbrin zulaufen und den Ball im Tor unterbringen konnte.

Rückstand nach gerade einmal sieben Minuten und nur Zehn später der nächste Rückschlag, als Tim Antwerpes verletzt ausgewechselt werden musste. Für ihn kam in die Partie Kai König. Auch das 2:0 für die Gastgeber war in der Luft, doch dieses Mal war Daniel Gilbrin im eins gegen eins zur Stelle und parierte grandios.

Musste man sich in diesen Minuten des Spiels von den Schockmomenten erst einmal erholen, so war man bald darauf auch wieder drin in der Partie. Der verdiente Ausgleich fiel dann auch nach 26 Minuten. Verpasste zunächst noch Lenny Hadzipasic mit seinem Lattentreffer den möglichen Gleichstand, so war es Felix Hintsch, der den Abpraller einschieben konnte.

Nur Minuten später sollte der nächste Treffer fallen. Nachdem Silas Große Böckmann bei einem hereinkommenden Freistoß im Strafraum gehalten wurde, gab es zurecht Elfmeter. Diesem nahm sich der gerade erst eingewechselte Kai König an und verwandelte zum 1:2.

Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause. In der ersten Hälfte hatte man die Gastgeber klar im Griff und nur durch individuelle Fehler der TSVgg-Abwehr und einer mangelnden Chancenauswertung durften diese überhaupt noch auf Punkte hoffen.

Die zweite Halbzeit begann, wie die Erste aufhörte. Wieder machte die Hoppe-Elf gehörig Druck und kam zu guten Möglichkeiten. Die Beste unter diesen hatte wohl Felix Hintsch, der alleine auf den FIAM-Torhüter zulief, diesen ausspielen konnte, dann aber den Ball aus spitzem Winkel nur noch an den Außenpfosten schießen konnte. Dabei wurde er jedoch von einem Verteidiger der Gastgeber umgerissen und es gab wiederum Strafstoß für die Erste. Wieder trat Kai König an, doch dieses Mal wollte er es zu genau wissen, platzierte den Ball in Richtung Winkel, setzte den Schuss jedoch über das Tor. So blieb es zumindest auf dem Papier immer noch spannend. Nur Minuten später der nächste kapitale Bock der Hausherren, als der Keeper einen Rückpass regelwidrig mit den Händen aufnahm und es innerhalb des Strafraums einen indirekten Freistoß gab. Nico Dannenberg stand am Ball, legte diesen leicht zurück auf den anlaufenden Lenny Hadzipasic und dieser knallte das Spielgerät an sämtlichen FIAM-Spielern vorbei ins Tor.

Mit dem 1:3 im Rücken dümpelte das Spiel in der Folge etwas vor sich her. Ein wirklicher Spielfluss war aber auch nicht mehr möglich, da sich die Italiener nun vermehrt darauf beschränkten, jeden Pfiff des Schiedsrichters zu kommentieren. So sammelten die Gastgeber bis Spielende sage und schreibe sieben gelbe Karten, eine gelb-rote Karte für Yüsel in der 95. Minute und eine glatt rote Karte für Torschützen Öztürk in der 88. Minute.

Unbeeindruckt davon versuchte die Erste zum Ende des Spiels hin, noch einmal offensiv Akzente zu setzen, was in Person von Vincent Reinke auch gelingen sollte, der mit dem vierten und fünften Treffer für den Schlusspunkt der Partie sorgte. Eine letztlich hochverdiente Partie und eine notwendige Rehabilitation für die unnötige Niederlage gegen Gau-Algesheim eine Woche zuvor.

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