Kreispokal Mainz-Bingen (Finale): TSV Wackernheim - TSVgg Stadecken-Elsheim 3:0 (1:0)

Geschrieben von Florian Sieben am .

Pokalsieg bleibt vorerst ein Traum

 

TSV Wackernheim:
Müller, Schwarzkopf, Herrmann, Schlosser, Kleemann, Riediger, Willems (68., Reiter),
Koslowski, Lukas (88., Anlauf), Weiskopf, Benner (73., Krüger)

TSVgg Stadecken-Elsheim:
Klonek, Antwerpes (73., Sinock), Große Böckmann, Dechent S., König (73., Mildner),
Dannenberg, Klein, Hintsch F., Kaulfuss, Reinke, Baumgärtner

Tore:
1:0 Große Böckmann (21., ET.), 2:0 Dechent S., (50., ET.), 3:0 Kleemann (75.)

 

Florian Sieben und Tim Antwerpes I Mittwochabend, sonnige 20 Grad und 700 Zuschauer auf dem Schwabenheimer Sportplatz. Es war alles angerichtet für das große Pokalfinale zwischen dem TSV Wackernheim und der Ersten Mannschaft. Das Team von Albert Hoppe, dass bereits einige Brocken aus dem Pokalwettbewerb geräumt hatte, war ein- und aufgestellt und siegessicher. Am Ende sollten es jedoch die Wackernheimer sein, die jubelnd den Pokal in die Höhe heben durften. Sie waren letztlich wohl die Mannschaft, die den Sieg mehr wollte, mehr investiert, abgezockter agierte und am Ende mit 3:0 siegten, einem Ergebnis, dass jedoch auch wieder höher klingt, als das es der Spielverlauf ausdrückte.

Denn beginnen sollte es eigentlich hoffnungsvoll für die Jungs vom TSVgg und bereits in der dritten Minute hatte man erstmals den Torschrei auf den Lippen, doch einen strammen Schuss von Marvin Kaulfuss konnte TSV-Keeper Müller gerade so noch an den Pfosten lenken. Man hatte in diesen ersten Minuten das Spiel im Griff, doch auch Wackernheim hatte seinen Hochkaräter, auch wenn dieser eher ein Zufallsprodukt war, als Kapitän Riediger den Ball mit einer Bogenlampe aus der eigenen Hälfte klärte, Klonek im Tor der Ersten zögerlich agierte und der Ball an den Pfosten ging. Durchatmen, war doch nichts geschehen. Die Wackernheimer wurden nun aber besser und fingen an, die Spielkontrolle nach und nach zu übernehmen. Und beinahe wäre Führung schon in der 15. Minute gefallen, aber dieses Mal war Klonek in überragender Weise zur Stelle und konnte nach einer Ecke einen Kopfball-Torpedo mit einer Wahnsinns-Reaktion gerade noch an die Latte lenken.
Die Standards sollten weiter bestimmend sein und für die Wackernheimer wurden sie zur Waffe. Auch in der 21. Minute, als es wieder ein TSV-Akteur war, der den Ball in Richtung Tor köpfte und Silas Große Böckmann den Ball unglücklich in das eigene Gehäuse lenkte.

Mit dem Rückstand wollte man sich jedoch keinesfalls zufrieden geben. Zwar unterliefen ungewohnt viele Fehler, doch ab und an konnte man auch noch einen gelungenen Angriff fahren, wie in der 34. Minute, als Vincent Reinke sich ein Herz fasste, sein Distanzschuss aber wieder durch Müller pariert werden konnte.

Aber auch die Wackernheimer blieben gefährlich und es waren immer wieder Standardsituationen, ob Eckbälle, ober Freistöße, welche die TSVgg-Abwehr in größte Bedrängnis brachte. Doch ein Tor sollte auf beiden Seiten in der ersten Hälfte nicht mehr fallen und so ging es mit dem 1:0 für Wackernheim in die Kabine. Dort musste Trainer Albert Hoppe Aufbauarbeit leisten. Seine Mannschaft wirkte verunsichert. Zu viele Fehler hatten sich eingeschlichen und immer wieder den Spielaufbau entscheidend unterbunden. Es war nur ein Tor Rückstand und man wusste um die Möglichkeit, wenn man nur schnell den Ausgleich erzielen sollte.
Die Gelegenheit sollte sich fünf Minuten nach Wiederanpfiff ergeben, doch passend zum gesamten Spiel, köpfte Marvin Kaulfuss, nach Flanke von Vincent Reinke, den Ball freistehend vor dem Tor hauchdünn über die Latte. Nur zwei Minuten darauf folgte der Nackenschlag. Wieder eine Standardsituation der Wackernheimer: der Ball flog durch die gesamte Abwehr und den Schuss eines TSV-Stürmers lenkte Sven Dechent mit der Hacke ins eigene Tor. 2:0 für die Wackernheimer und das zweite Eigentor des Tages.

Es sollte nicht mehr viel gelingen. Vor das gegnerische Tor kam man nur noch mit Distanzschüssen und auch die defensive agierte zuweilen vogelwild. Die Entscheidung folgte dann eine viertel Stunde vor Schluss, als Christopher Klonek eine TSV-Flanke nicht weit genug klären konnte und Kleemann, der überragende Akteur auf Seiten der Wackernheimer, keine Mühe mehr hatte, den Ball zum 3:0 im Tor unterzubringen.

Auch danach waren die Jungs aus Stadecken-Elsheim bemüht, doch es sollte einfach nicht sein und mit dem Schlusspfiff musste man eingestehen, dass an diesem Tag mit den Wackernheimern die bessere Mannschaft Kreispokalsieger geworden ist. Man zeigte jedoch im Rahmen dieser Niederlage Größe, gratulierte dem Sieger und nach der ersten Enttäuschung wurde spätestens in der Kabine beim Bier in kleiner Runde allen klar, dass man eine klasse Pokalrunde gespielt hatte und das man im nächsten Jahr wieder angreifen will.

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