B-Klasse Mainz-Bingen West (21. Spieltag): SG Bingerbrück/Weiler - TSVgg Stadecken-Elsheim II 6:3 (5:1)

Offensiv hui, Defensiv pfui

                                                          

SG Bingerbrück/Weiler:
Heinz, Peifer, Stipp. Baldenbach, Engelhardt, Ingenbrand, Witzmann, Sinanovic,
Bülow (54., Sattler), Hagenauer (65., Vohs), Hertz (46., Tanh)

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Hofmann H., Kegler Ph., Scherffius, Seifert, Wolf D., Ahmed, Haar,
Odelga (17., Wagner; 65., Doll), Krützfeld, Uphues, Kaufmann (85., Britz)

Tore:
0:1 Uphues (11.), 1:1 Sinanovic (14.), 2:1 Kegler Ph. (22., ET.), 3:1 Hertz (32.),
4:1 Stipp (35.), 5:1 Sinanovic (40.), 5:2 Haar (73.), 6:2 Ingenbrand (77.), 6:3 Kegler Ph. (90.)

 

Florian Sieben I Mit einer Woche Verspätung begann auch für die Zweite Mannschaft der Pflichtspiel-Auftakt im Jahr 2017 und der sollte es auch gleich in sich haben. Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen ging es den Rhein aufwärts zur Spielgemeinschaft nach Bingerbrück und Weiler. Nach einer nicht optimal verlaufenen Vorbereitung also gleich ein Gegner, der zuletzt Schwächen zeigte, jedoch immer noch gewillt war, die Aufstiegsambitionen am Leben zu erhalten. Zudem erinnerte sich der Gastgeber gewiss an das Hinspiel, dass man gegen eine leidenschaftlich kämpfende Zweite Mannschaft mit 1:2 verlor.

Nicht gewillt, das Spiel von vornherein abzuschenken, überraschte Trainer David Wolf mit einer 3-4-3-Formation, die er von Beginn an auf den kleinen Platz schickte. Zudem gab er die klare Vorgabe aus, offensiv zu attackieren und sich nicht tief in der eigenen Hälfte zu verstecken. Der Plan sollte auch zunächst aufgehen. Der Gastgeber zeigte sich überrascht und bereits nach 11 Minuten wurde das mutige Auftreten mit dem Führungstreffer durch Alexander Uphues belohnt, der einen langen Freistoß von David Wolf zum 0:1 verwertete.

Doch mit dem Führungstreffer folgte der Bruch im bis dahin sehr ordentlich Spiel der Zweiten. Den Gastgebern gelang es nun immer häufiger, sich aus dem Pressing der Zweiten zu befreien und so sollte nur drei Minuten nach dem Führungstreffer der SG-Torjäger Asmir Sinanovic den Ausgleichstreffer erzielen. Richtig bitter wurde es dann in der 22. Minute, als man durch ein sehr unglückliches Eigentor von Kapitän Philipe Kegler, dem der Ball vom abwehrenden Hauke Hofmann an das Knie und von dort direkt ins Tor sprang, in Rückstand geriet.

Bingerbrück/Weiler hatte nun vollends die Kontrolle über das Spiel übernommen und auch die Umstellung zum 4-4-2, um die eigene Defensive zu stärken, sollte nicht verhindern, dass die SG bis zur Halbzeit durch Tore von Hertz (32.), Stipp (35) und wiederum Sinanovic (40.) das Ergebnis auf 5:1 nach oben schrauben konnte.

Das Spiel war verloren, dies war allen Beteiligten in der Kabine klar und es schwebte wieder die Demütigung von Bingen in den Köpfen der Spieler, die man keinesfalls noch einmal erleben wollte. Mit dieser Vorgabe ging es dann auch in die zweiten 45 Minuten und man kann sagen: die Mannschaft bewies Moral. Auf Wiedergutmachung aus zeigte die Zweite noch einmal Kampfgeist und konnte nach gelungener Kombination über die linke Seite durch Jerome Haar in der 73. Minute immerhin das 5:2 erzielen. Zwar musste man wieder nur vier Minuten später durch Ingenbrand einen weiteren Gegentreffer hinnehmen, doch so wollte man sich verabschieden und mit dem Schlusspfiff war es Kapitän Philipe Kegler, der, dieses Mal das richtige Tor anvisierend, nach einer Ecke von David Wolf, den Schlusspunkt zum 6:3 setzte.

Drei Tore bei einem Aufstiegsaspiranten auswärts erzielt. Eigentlich sollte das zumindest zu einem Punkt reichen. Doch an diesem Sonntag zeigte man gerade in der Defensive zu viele Schwächen und so geht die Auftaktniederlage durchaus in Ordnung. Nun gilt es, den Mund abzuputzen und in den nächsten Partien, in denen es gegen direkte Konkurrenten um den Abstieg geht, dreifach zu punkten.

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