B-Klasse Mainz-Bingen (14. Spieltag): SpVgg Viertäler - TSVgg Stadecken-Elsheim II 2:1 (2:1)

Standards werden zum Trauma

 

SpVgg Viertäler:
Krämer, Lehre, Münch, Reckert, Viehrig (70., Viehrig), Wagner,
Kurz, Dalgaard, Hastenplug, Laudert, Wysotzki

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Bornkessel, Scherffius F., Hofmann E. (58., Meinung), Seifert, Kegler Ph. (59., Uphues),
Ahmed, Haar, Krützfeld, Rutsch, Fitzi (70., Fassel), Sieben

Tore:
1:0 Dalgaard (8.), 1:1 Fitzi (42.), 2:1 Wagner (44.)

 

Florian Sieben I Auswärtsspiel in Viertäler. Allein das schon immer wieder ein Kuriosum, denkt man allein an die Anfahrt, die Terpentinen hoch zum Hartplatz oberhalb des Rheines. Besonders kurios wurde es jedoch schon vor dem Treffpunkt. Kurzfristig erkrankt musste Stammtorwart Hauke Hofmann passen und Trainer David Wolf stand vor der schweren Aufgabe, in aller Kürze noch einen Ersatz zu organisieren. Nach einigen vergeblichen Anrufen dann die Lösung. Carsten Bornkessel, der bereits seit drei Jahren kein Pflichtspiel mehr bestritt, erklärte sich bereit, der Zweiten auszuhelfen und war bereits wenige Minuten nach dem Telefonat auf dem Sportplatz in Stadecken-Elsheim eingetroffen. Eines Vorweg: Carsten ein riesen Dank, dass er so kurzfristig bereit war, als Torwart einzuspringen und an ihm lag es nicht, dass die Zweite die nächste Niederlage einstecken musste. Das lag eindeutig an den Mannen vor dem Torwart, die zwar besser auftraten, als noch gegen Gensingen/Grolsheim, jedoch wieder zu viele vermeidbare Fouls begingen und die daraus resultierenden Freistöße dem Team mit zwei Gegentoren das Genick brach.
Doch von Beginn an. Mit einigen Änderungen im Vergleich zur Niederlage gegen die SG trat die Zweite an und auch an der Formation drehte David Wolf am Rädchen und ließ kompakter verteidigen. Aber von Beginn an machte erst einmal der Gastgeber das Spiel und konnte immer wieder gefährliche Möglichkeiten nach Standards erspielen. Wie auch in der 8. Minuten. Wieder ein vermeidbarer Freistoß, der aus dem Halbfeld getreten am langen Pfosten den völlig freistehenden Lehre fand, der noch an der Latte scheiterte, jedoch Dalgaard den zurückprallenden Ball mühelos zum 1:0 im Tor versenken konnte.
Nur mit Mühe gelang es der Zweiten in der Folgezeit, sich aus der Umklammerung der Spielvereinigung zu lösen. Doch nach einer knappen halben Stunde entwickelte sich ein offeneres Spiel, in welchem auch die TSVgg offensive Zeichen setzen konnte. So dann auch in der 42. Minute als Florian Sieben, der sich mit einer ansprechenden Leistung für das Spiel eine Woche zuvor rehabilitierte, mit einem langen Ball auf die linke Außenbahn das Spiel öffnete, Raiko Krützfeld sich energisch dursetzen konnte und Torsten Fitzi im Zentrum bediente, der zum Ausgleich einschob.
Wer weiß, wie das Spiel in der zweiten Halbzeit verlaufen wäre, hätte man diesen Spielstand in die Pause retten können. Doch wieder spielte man ein vermeidbares Foul, dieses Mal zentral vor dem Tor und Wagner versenkte den Ball unhaltbar im rechten oberen Winkel zur 2:1-Pausenführung.
Die Geschichte der zweiten Hälfte ist das schnell erzählt. Das Spiel war nun offener. Auf beiden Seiten entwickelten sich Möglichkeiten, die, auf der einen Seite aber entweder durch Carsten Bornkessel vereitelt wurden, oder, auf der anderen Seite, der Ball nur knapp zum Ausgleich verpasst wurde, wie Torsten Fitzi geschehen.
So blieb nach 90 Minuten wieder nur eine Niederlage und die Gewissheit, dass man nach Standardsituationen in dieser Saison einfach nicht gut aussieht.

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