Kreispokal Mainz-Bingen (Viertelfinale): VfL Frei-Weinheim - TSVgg Stadecken-Elsheim 3:5 n.E. (3:3, 1:2)

Klonek wird zum Held im Elfmeterkrimi

 

VfL Frei-Weinheim:
Stojancic, Richter, Diehl (46., Bernd), Anders, Mull, Zoogbaum, Kull,
Spitzbarth, Altemir (60., Leonhard), Kreuz, Michel (56., Frey)

TSVgg Stadecken-Elsheim:
Klonek, Große Böckmann, Mildner (80., Dechent S.), Baumgärtner, Hadzipasic (70., König),
Klein (80., Sinock), Antwerpes, Engemann, Wolf Y., Kaulfuss, Reinke

Tore:
0:1 Reinke (5.), 0:2 Reinke (33.), 1:2 Anders (37.), 2:2 Kreuz (60.),
2:3 Dechent S. (90.+1), 3:3 Mull (90.+2) 
3:4 Reinke, 3:5 Antwerpes

Gelb-Rote Karte:
König (120., TSVgg Stadecken-Elsheim, Meckern)

 

Florian Sieben und Tim Antwerpes I Pokal-Viertelfinale im Kreispokal Mainz-Bingen. Flutlichtspiel für die Hoppe-Elf beim bislang ungeschlagenen B-Klassen-Primus VfL Frei-Weinheim. Trainer David Klose hat es in der Sommerpause geschafft ein absolutes Top-Team aufzubauen mit einer herausragenden Offensivabteilung und mit Markus Kreuz einen Ex-Profi, der noch einmal einen dritten Frühling zu haben scheint. Der VfL ist keine typische B-Klassen-Mannschaft, sondern war durchaus schon in der Lage, siehe das gewonnene Drittrunden-Match gegen Harxheim, auch gegen Mannschaften aus der A-Klasse zu bestehen.Alles in allem ein absolutes Topspiel, bei welchem von Beginn an 22 hochmotivierte Spieler am Werk waren.

Die Mannschaft von Albert Hoppe hingegen wollte den Pokal nutzen, um die zuletzt mauen Spiele und Resultate aus der Liga vergessen zu machen und sich mit einem möglichen Halbfinaleinzug die Chance auf den Pokalsieg zu wahren und gleichzeitig Selbstvertrauen in die eigene Stärke zurückzugewinnen.

Dieses Bestreben war dem Team um Mannschaftskapitän Andreas Klein von der ersten Minute an anzumerken. Defensiv spielte man mit Philippe Baumgärtner und Silas Große Böckmann in der Innenverteidigung wesentlich organisierter und aufmerksamer, als noch in den letzten Wochen und auch das Aufbauspiel über das Mittelfeld in den Angriff gestaltete sich besser, als noch in den vorherigen Ligabegegnungen. So konnten einige Tormöglichkeiten kreiert werden, von denen auch gleich die Erste zum 0:1 genutzt werden konnte. Andreas Klein war es, dem es gelang eine Lücke durch die engmaschige Viererkette der Gastgeber zu finden und durch diese den über die Außenbahn einlaufenden Tim Antwerpes anzuspielen, der den Ball nur noch einmal auf den mitgelaufenen Vincent Reinke spielen musste, dem nicht viel anderes übrig blieb, als den Führungstreffer nach fünf gespielten Minuten zu erzielen.

Nun war auch Frei-Weinheim aufgewacht und es entwickelte ein sehr ansehnliches Spiel, in welchem beide Mannschaften einige Möglichkeiten herausspielen konnten. Vorweg sei schon gesagt. Viele dieser Möglichkeiten hätten wohl den Weg in das Netz des TSVgg gefunden, hätte man mit Christopher Klonek nicht einen überragenden Torwart zwischen den Pfosten stehen gehabt.

In der 33. Minute dann der nächste Grund zum Jubeln. Ein Ball aus der Tiefe auf den auf der Außenbahn startenden Yannick Wolf, eine Flanke nach Maß und wieder war es Vincent Reinke, der den Ball in die kurze Ecke des Tores einnicken konnte, 0:2.

Doch der B-Klassen-Spitzenreiter steckte nicht auf und sollte noch vor der Halbzeit den Anschluss markieren können. Nur vier Minuten nach dem zweiten Reinke-Treffer, war es VfL-Abwehrspieler Anders, dem nach einer Ecke der Ball plötzlich vor den Füßen lag und nur noch zum 1:2 einschieben brauchte.

Trotz allem, eine starke erste Hälfte, was auch Albert Hoppe in der Pause bescheinigte. In der zweiten Hälfte kam nun aber der Gastgeber immer besser ins Spiel und nach einigen kleineren Möglichkeiten auf beiden Seiten war es Mittelfeldstratege Markus Kreuz, dem nach einer Stunde der Ausgleich gelang. Es folgten 30 Minuten Leerlauf, bevor es in der Nachspielzeit noch einmal dramatisch werden sollte. Zunächst schien es, als ob die Erste das bessere Ende für sich haben sollte. Eckball von Kai König. Scharf hereingetreten fand der Ball den kurz zuvor eingewechselten Sven Dechent, der den Ball zum 3:2 in die Maschen wuchtete. Der Halbfinaleinzug war nun ganz nah und doch noch nicht erreicht. Eine Aktion sollte es noch geben, welche dann auch dem Spiel die Krone aufsetzen sollte. Anstoss Frei-Weinheim: ein direkt lang geschlagener Ball in den Strafraum des TSVgg, ein verlorenes Kopfballduell und Mull steht genau richtig, um den Ball am chancenlosen Klonek vorbei zum 3:3 ins Tor einzuschieben. Der Sportplatz glich nun einem Tollhaus. Pokalfeeling kam immer mehr auf und sollte sich auch noch verschärfen, denn es ging in die Verlängerung. Diese ist kurz zu halten, denn, außer einer gelb-roten Karte für Kai König in der 120. Minute.

Dann der Schlusspfiff und es stand fest, dass das Spiel seinen Sieger im Elfmeterschießen finden musste. Den Anfang auf Seiten der Ersten machte der überragende Vincent Reinke, der seine Leistung krönte und versenken konnte. Dann sollte die große Stunde von Christopher Klonek schlagen, konnte dieser den ersten Elfmeter der Gastgeber sofort parieren. Ein wahres Wett-Verschießen entwickelte sich jetzt, denn auf Seiten des TSVgg versagten sowohl Sven Dechent, als auch Silas Große Böckmann die Nerven. Doch wenn auf einen Verlass war, dann auch Klonek, der auch Elfmeter zwei und drei parierte. Dann trat Tim Antwerpes an den Punkt, mit der Vorentscheidung auf dem Fuß und verwandelte! Dann wieder der VfL und wieder verschoss man, dieses mal war die Latte im Weg und somit wurde das Spiel mit 3:5 nach Elfmeterschießen gewonnen.

Der Jubel nach dem Sieg - riesengroß. Alles stürzte sich auf den Pokalhelden und Elfmeterkiller Christopher Klonek, hatte er den Sieg letzten Endes festgehalten. Nun wartet im neuen Jahr das Halbfinale und die Hoffnung bleibt, in dieser Saison im Pokalwettbewerb den ganz großen Coup landen zu können.

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