A-Klasse Mainz-Bingen (06. Spieltag): TSVgg Stadecken-Elsheim - FC Basara Mainz 1:1 (0:1)

Hoppe kann Punktgewinn vieles abgewinnen

TSVgg Stadecken-Elsheim: 
Klonek (62., Simon), Engemann, Dechent S., Antwerpes, Luff, König (85., Lanzerath),
Sinock, Klein, Krützfeld (65., Mildner), Kaulfuss, Reinke

FC Basara Mainz: 
Schmitt, Fujiwara, Miller, Kostadinow, Misaki, Eini, Yamamoto, Hidaka,
Bröker, Fujiura (60., Sorihashi), Miyairi

           

Tore: 
0:1 Miyairi (44.), 1:1 Reinke (68.)

Gelb-Rote Karte: 
Kostadinow (FC Basara Mainz, 70., wiederholtes Foulspiel)

Florian Sieben und Tim Antwerpes I Gerade einmal drei Tage waren vergangen, nachdem man in einem nicht immer hochklassigen, aber stets temporeichen Pokalspiel den TSV Mommenheim mit 3:1 besiegen konnte. Nun wartete in der Liga mit dem Aufsteiger FC Basara Mainz der nächste schwere Brocken auf die Hoppe-Elf. Die erst vor etwas mehr als zwei Jahren gegründete Mannschaft als normalen Aufsteiger zu bezeichnen, würde wohl der Realität nicht gleich kommen, denn ein Durchmarsch ist Basara, nach drei Siegen aus den ersten drei Spielen und dabei erzielten 17 Treffern durchaus zuzumuten. Allen TSVgg-Akteuren war klar, wie schwer die Aufgabe gegen diesen Gegner mit dieser unfassbaren Qualität werden würde.

Doch wollte man unbedingt Punkte einfahren und das sah man dann auch über die kompletten 90 Spielminuten. Die Erste zeigte eine unbändige Leidenschaft, einen nie unterzubekommenden Willen, jederzeit Kampfgeist und so eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Die Zuschauer sollten von der ersten Minute an ein intensives, ein gutes Spiel sehen mit einer stets hohen Geschwindigkeit und einigen guten Ballstafetten auf beiden Seiten. Trainer Albert Hoppe hatte seine Schützlinge perfekt auf die Begegnung vorbereitet, so dass jeder Spieler wusste, wie die Mainzer ihr Spiel aufziehen würden. Von Anfang an war dieser Aspekt zu beobachten. Immer wieder hatte man im Defensivverbund eine Antwort auf das schnelle Umschaltspiel der Japaner. Zwar ging dies dann häufig zulasten des eigenen Offensivspiels, aber im Spiel gegen den Ball konnte so viel verhindert werden. Basara selbst lief über 90 Minuten hoch an und attackierte immer wieder früh den ballführenden Spieler. Eine unglaubliche Laufleistung, die es der Ersten extrem schwer machte, mussten so die Ballbesitzzeiten eines jeden Spielers gesenkt werden, was einen geordneten Spielaufbau dann schwer machte.

Chancen sollte das Spiel dennoch haben, so scheiterte Marvin Kaulfuss nur um Haaresbreite, als er aus 20 Metern das Herz in die Hand nahm und sein Schuss nur knapp am Torwinkel und dem 1:0 vorbei ging. Aber auch Basara konnte sich, trotz einer guten Defensivarbeit des TSVgg einige gute Möglichkeiten erspielen, die jedoch einmal mehr ein hervorragend aufgelegter Christopher Klonek entschärfen konnte. Eine Schrecksekunde jedoch, als er sich bei einem Abschlag am Oberschenkel verletzte. Der Keeper der Ersten biss zunächst auf die Zähne, konnte jedoch kaum mehr auftreten, geschweige denn Schießen und musste schließlich kurz nach der Pause ausgewechselt werden. Für ihn kam Maximilian Simon auf das Feld, der seine Sache über den Rest der Spielzeit hervorragend machte.

Ein Tor sollte in der ersten Hälfte auch noch fallen - leider für die Mainzer. Wieder ein Konter und wieder ein unglaublich schnelles Umschaltspiel der Japaner, dem dieses Mal nicht alle TSVgg-Akteure folgen konnten. Pfeilschnell agierte Yamamoto, konnte gleich mehrere Gegenspieler auf der linken Außenbahn überlaufen und der im Zentrum mitgelaufene Miyairi musste nach einen punktgenauen Anspiel den Ball nur noch über die Linie drücken.

Ein ärgerlicher Gegentreffer, fiel er doch förmlich mit dem Pausenpfiff und war er doch, in seiner Entstehung, definitiv zu verteidigen. Doch nun musste man mit diesem 0:1 in die Halbzeit gehen, in der vor allem daran gefeilt wurde, wie man nun das Offensivspiel verbessern konnte.

Doch begann die zweite Hälfte erst einmal wie die Erste. Hinten darauf bedacht, wenig zuzulassen, wollte man nun häufiger Nadelstiche in der Offensive setzen. Basara selbst kam in den zweiten 45 Minuten nur noch ein Mal gefährlich vor das heimische Gehäuse, doch den Torabschluss konnte Simon reaktionsschnell an den Pfosten lenken. Die Erste übernahm nun das Heft des Handels und erspielte sich jetzt auch mehrere gute Möglichkeiten, von denen jedoch Anfangs keine zu einem eigenen Treffer verwertet werden konnte. So scheiterte Kai König noch am Keeper und Tim Antwerpes verpasste den Einschuss nach einem Klein-Freistoß nur knapp. Zum Glück gab es dann aber noch Vincent Reinke, der sich momentan in herausragender Form zeigt. 68 Minuten waren gespielt, als er sich ein Herz nahm, von der rechten Außenbahn nach innen zog und von dort aus den Ball am Torwart vorbei in das lange Eck schoss. 1:1!

Der Rest des Spiels war nun schnell erzählt. Zwar war man, als sich Kostadinow in der 70. Minute die Ampelkarte abholte, knapp zwanzig Minuten in Überzahl, jedoch hatte man zu großen Respekt vor dem schnellen Umschaltspiel er Japaner und riskierte nicht zu viel. Das Spiel selbst blieb bis zum Ende temporeich und der Funke einer guten Partie griff auch auf die Zuschauer über.

Mit dem Remis endete dann auch das Spiel. Ein Punktgewinn, der einem Sieg gleichkam, spielte man an diesem Tag wohl gegen die stärkste Mannschaft der Liga.

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