A-Klasse Mainz-Bingen (07. Spieltag): TSVgg Stadecken-Elsheim - SKC Barbaros Mainz 2:5 (2:2)

2:5-Klatsche krönt rabenschwarzen Tag

 

TSVgg Stadecken-Elsheim: 
Hofmann H., Dechent S., Antwerpes, Luff (31., Lanzerath), König (72., Köberich),
Sinock, Klein, Mildner, Kaulfuss, Reinke, Engemann (72., Hornke)

SKC Barbaros Mainz: 
Gavian (35., Demirel), Can, Kavakli, Oral, Massaoudi, Koc, Rosar, Mano,
Cakir (62., Güclü), Lamrani (70., Keskin), Akman

Tore:
0:1 Cakir (6.), 1:1 Reinke (29.), 2:1 Mildner (32.), 2:2 Massaoudi (43., FE.),
2:3 Massaoudi (57.), 2:4 Keskin (79.), 2:5 Massaoudi (90., FE.)

 

Florian Sieben und Tim Antwerpes I Ein Sonntagnachmittag zum vergessen. Besser kann man wohl den Gemütszustand der Ersten Mannschaft gegen 16:50 Uhr am Sonntagnachmittag nicht beschreiben. Dabei waren die Vorzeichen noch so gut. Dem stark erspielten Remis gegen Klassenprimus Basara folgte eine gute Trainingswoche. Aber dann: gegen die Gäste vom SKC Barbaros Mainz wollte man einfach über die komplette Spieldauer nicht ins Rollen kommen, die Zweikämpfe verlor man an diesem Tag gefühlt alle und gerade der Wille der Vorwoche war nicht wiederzufinden. Zwar es hauptsächlich mannschaftliche Geschlossenheit, die man vermissen ließ, doch gerade auch haarsträubende individuelle Fehler waren es, welche die Mannschaft von Trainer Albert Hoppe immer wieder ins Hintertreffen brachte. Im Besonderen machte die Viererabwehrkette ein Spiel zum Vergessen, was jedoch auch einmal passieren darf.

Bereits von Beginn an fehlte am Spielrhythmus und der Aufbau, egal ob aus Abwehr oder Angriff wurde immer wieder durch einfache Fehler unterbrochen. Fehlpässe waren die Folge und ein Spielraum für die Gäste, den diese sich wohl vorher nicht erträumt hatte. So fiel dann bereits nach 6 Minuten fast schon folgerichtig das 0:1 für die Gäste aus Mainz, dass wohl das Tüpfelchen auf dieser Anfangsphase bedeuten sollte. Ein langer Ball aus der Gästeabwehr heraus, der TSVgg-Verteidiger Alexander Luff eigentlich vor keine größeren Probleme stellen sollte, dieser sich jedoch darauf verließ, dass Hauke Hofmann, der an diesem Spieltag das Gehäuse in Vertretung des verletzten Christopher Klonek hütete, sich den Ball erlaufen würde, dies jedoch nicht tat, was SKC-Stürmer Cakir die Möglichkeit bot, sich den Ball zu erlaufen und einzunetzen. Ein Blackout von Luff, der auch einen rabenschwarzen Tag erwischte, musste er doch nach einer guten halben Stunde verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn kam Niklas Lanzerath. Nach dem Tor merkte man den Hoppe-Schützlingen die Verunsicherung an und es war ein Glück, das Barbaros nicht mit allzu viel Druck auf ein zweites Tor aus war. So fing man sich langsam, ohne wirklich spielerisch besser zu werden. Doch es reichte, um mit einem Doppelschlag in der 29. und in der 32. Minute in Führung zu gehen. Den Ausgleich erzielte zunächst Vincent Reinke, der nach einer geklärten Ecke von Kai König aus 20 Metern mal sein Herz in die Hand nahm und den Ball unhaltbar versenkte. Die Führung verlief dann noch kurioser, denn Philipp Mildner, der sonst nicht gerade das Tore schießen erfunden hatte, erzielte dieses, als seine verunglückte Flanke im hinteren Torwinkel einschlug.

Wer jetzt jedoch dachte, dass diese Führung Ruhe bringen würde, sah sich getäuscht und noch vor dem Pausenpfiff sollte wiederum der Ausgleich für die Gäste fallen. Massaoudi erzielte in der 43. Minute den Treffer per Elfmeter, nachdem Niklas Lanzerath im Strafraum einen Schritt zu spät kam und einen SKC-Spieler foulte.

Mit dem 2:2 ging es dann in die Halbzeit, aus der das Beste noch das Ergebnis war. Zwar nahm man sich vor, aggressiver agieren zu wollen, doch auch das, so viel sei vorweggenommen, sollte nicht gelingen.

Ganz im Gegenteil: den ersten Stich sollte 12 Minuten nach Wiederanpfiff der Gast aus Mainz setzen, als Massaoudi ein Freistoß aus 30 Metern direkt zum 2:3 verwandelte. Noch einmal kam so etwas wie Wiederstand auf, doch einen hereingebrachten Freistoß von Kapitän Andreas Klein setzte Tim Antwerpes per Kopf an den Pfosten, zudem stand er im Abseits. In der 79. Minute dann die Entscheidung. Wieder verteidigte man mehr als schlampig und dieses Mal war es der eingewechselte Keskin, der zum 2:4 verwandelte.

Der vierte Treffer war nun endgültig der Genickbruch. Nach vorne wollte der Ersten nichts mehr gelingen und jeder sehnte sich nur noch nach dem Apfiff.

Die letzte Aktion dann noch einmal ein Sinnbild des gesamten Spiels. Wieder ein Elfmeterpfiff, nachdem es wieder Niklas Lanzerath war, der einen SKC-Stürmer im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Wieder Massaoudi, der sich vom Punkt versuchte und mit seinem dritten Treffer des Tages zum 2:5-Endstand einschob.

Nach dem Spiel herrschte die bereits beschriebene Unzufriedenheit, war doch allen klar, dass man hier drei Punkte hergeschenkt hatte und, dass man es besser konnte, hatte man dies doch noch einen Spieltag zuvor gezeigt. Jetzt zählt es, die Wunden zu lecken, den Kopf zu heben und eine Reaktion zu zeigen.

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