Kreispokal Mainz-Bingen (2. Runde): TSVgg Stadecken-Elsheim - TSV Mommenheim 4:1 (2:0)

Hoppe sieht viel Luft nach oben - 3. Runde erreicht

TSVgg Stadecken-Elsheim:
Klonek, Engemann, Dechent S., Antwerpes, Luff, König (85., Lanzerath),
Sinock, Klein, Haar (72., Krützfeld), Kaulfuss, Reinke

TSV Mommenheim:
Dollmann, Komada, Klein, Liebisch, Gräf, Matejcek (46., Schreiber),
Wiedel (78., Gräber), Jennerke, Atug, Pektas (67., Göbig)

Tore: 
1:0 Reinke (22.), 2:0 König (24.), 2:1 Klein (53., FE.), 3:1 Sinock (81.), 4:1 Krützfeld (90.)

 

Florian Sieben und Tim Antwerpes I Zweite Runde im Kreispokal für die Erste Mannschaft. Als Gegner wurde der Hoppe-Mannschaft der Ligakonkurrent vom TSV Mommenheim zugelost. Trotz des starken Gegners, hatte dieser doch erst drei Tage zuvor die SpVgg Essenheim mit 6:2 geschlagen, wollte man unbedingt die nächste Runde erreichen. Und trotz der immer noch angespannten Personalsituation war man hochmotiviert: Pokalspiel, das auch noch zuhause und unter Flutlicht. Was gibt es Schöneres?

Von Beginn an agierte die Hoppe-Elf feldüberlegen. Man lief den Gast aus Mommenheim bereits früh in der Hälfte des Gegners an und setzte diese so unter großen Druck. Von der ersten Minute an wollte man keinen Zweifel daran lassen, wer hier heute als Sieger vom Platz gehen wollte. Auch Defensiv stand man von Beginn an Sattelfest. Mit Sven Dechent und Alexander Luff standen dort die „Türme“ des TSVgg, die nahezu jedes Kopfballduell für sich entscheiden konnten und immer wieder den Spielaufbau vorantreiben konnten.

Nach einer ersten Abtastphase sollte dann nach etwas mehr als 20 Minuten das erste Mal gejubelt werden. Dem aggressiven Pressing in dieser Situation nichts entgegensetzend, konnte der Gäste-Keeper den Ball vor dem anlaufenden Marvin Kaulfuss nur unzureichend klären - genau in den Fuß von Vincent Reinke, der dann gewohnt gekonnt und clever den Ball über Abwehr und Torwart zum 1:0 einschoss. Nur zwei Minuten später, es waren gerade einmal 24 Minuten gespielt, bereits das zweite Tor der Ersten. Wieder konnte ein Verteidiger der Mommenheimer unter hohem Druck den Ball nicht entscheidend klären. Andreas Klein nutzte den Ballgewinn, ein Pass in die Tiefe zum auf der linken Außenbahn startenden Vincent Reinke, der vor dem Tor noch einmal quer legte und Kai König lässig zum 2:0 einschob. Ein gut gespielter Konter!

Die zweite Hälfte der ersten Halbzeit gefiel dann einen bislang zufriedenen Trainer Albert Hoppe nicht mehr. Zu sehr ließ man nun schleifen, den Gegner in das Spiel kommen. Zu wenig Bewegung war nun im eigenen Spiel, sodass man weniger eigene Anspielstationen hatte und die Mommenheimer so zu mehr Ballbesitzzeiten kamen. Diese, mit der Hoffnung, nun noch zum Anschluss zu kommen, erspielten sich bis zur Pause dann auch noch eine ganze Reihe von Möglichkeiten, von deren die Größte vom wieder einmal starken Christopher Klonek herausragend pariert werden konnte.

So konnte das 2:0 im wahrsten Sinne in die Pause gerettet werden, in der Hoppe nun noch einmal auf seine Mannschaft einwirken musste, wollte man nicht noch einmal ins Schwimmen geraten. Man sollte wieder ruhiger spielen, mehr Ballbesitzzeiten produzieren und sich nicht mehr so weit in die eigene Hälfte drängen lassen um so den Gegner wieder zu Fehlern zu zwingen. Man wusste um die Gefahr, die noch immer von Mommenheim ausging, hatten diese doch bei ihrem Sieg gegen Essenheim zunächst auch mit 0:2 hinten gelegen, bevor man dann selbst noch sechs Treffer erzielen konnte.

Doch besser wurde es zunächst nicht, im Gegenteil. Die Mannschaft wirkte nun verkrampft. Man wollte zwar das Besprochene umsetzen, doch Kopf und Beine machten einfach nicht mit und so folgte schnell, was folgen musste. Nach einem Abwurf von Klonek ist es Kai Engemann mit einem leichten Ballverlust und Sven Dechent konnte den auf das Tor zustürmenden TSV-Akteur nur noch per Foul stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte dann Klein sicher zum 2:1.

Jetzt hieß es sich zurückkämpfen, denn Mommenheim drängt nun auf den Ausgleich. Und funktionierte doch einiges nicht an diesem Abend, so war zumindest der Wille nicht abzusprechen und man konnte die Drangphase der Gäste überstehen.

In der 81. Minute dann die entscheidende Szene. Der nach vorne gerückte Benedict Sinock wurde aus der Tiefe herausragend angespielt, läuft alleine auf das TSV-Tor zu und hebt den Ball gekonnt über den Gäste-Keeper. 3:1, das Spiel war nun entschieden, der Wille der Mommenheimer gebrochen. In der Nachspielzeit wurde es dann eindeutig, als sich Vincent Reinke wieder einmal unnachahmlich und mit letzter Kraft gegen gleich mehrere Gegenspieler im Strafraum durchsetzen konnte, dann noch den Torwart links liegen ließ und der eingewechselte Raiko Krützfeld den Ball nur noch über die Linie drücken musste.

4:1, was gleichzeitig den Endstand markieren sollte. Ein Spiel, das am Ende verdient gewonnen wurde, das sich aber auch an mehreren Stellen anders hätte entwickeln können.

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