A-Klasse Mainz-Bingen (26. Spieltag): SKC Barbaros Mainz - TSVgg Stadecken-Elsheim 3:2 (1:1)

Aufstiegsträume abrupt beendet

 

SKC Barbaros Mainz:
Alpay, Lamrani, Oruc (78., Ayaz), Tabak (87., Karabulut), Güclü,
Kavakli, Koc, Cicek, Tasch, Coban, Keskin (90.+1, Cakir)

TSVgg Stadecken-Elsheim:
Klonek, Hintsch F., Engemann (66., Klein), Sinock, Mohr, König,
Hadzipasic, Wolf Y., Kaulfuss, Reinke, Große Böckmann

Tore:
0:1 Wolf Y. (7.), 1:1 Keskin (18.), 2:1 Keskin (83.), 3:1 Koc (88.), 3:2 Kaulfuss (92.+2)

 

Florian Sieben und Tim Antwerpes I Wohl die letzte Chance auf die Aufstiegsränge wollte die Erste Mannschaft im Spiel beim SKC Barbaros Mainz ergreifen. Doch war man sich der Schwere der Aufgabe bewusst. Zwar spielte hier vom Papier ein Abstiegs- gegen einen Aufstiegskandidat, man war sich aber bewusst, dass Barbaros, durch einige starke Neuzugänge in der Winterpause faktisch nicht mehr die Mannschaft aus der Hinrunde war, die man noch mit 8:1 bezwingen konnte.

Erschwerend kamen an diesem Sonntagnachmittag zwei Dinge hinzu. Zum einen musste man zu Beginn auf die angeschlagenen Leistungsträger Andreas Klein und Tim Antwerpes verzichten. Zum anderen musste man sich sicher sein, dass die Mainzer nach der klaren 0:7 –Niederlage ein Spieltag zuvor gegen Nierstein wohl heiß darauf waren, Wiedergutmachung zu betreiben.

Trotz all dieser Aspekte war man Favorit und mit den im Vergleich zum Laubenheim-Spiel in die Startelf eingerückten Silas Große Böckmann und Lenny Hadzipasic hatte man allemal das Potenzial, Barbaros zu schlagen.

Zu Beginn tat sich die Mannschaft von Trainer Albert Hoppe jedoch schwer. War der Druck doch zu hoch. Man agierte fahrig und häufig zu hektisch am Ball, wodurch man im Zentrum keine Kontrolle über das Spiel erlangen und so fast nur mit langen Bällen operieren konnte. Freudig überraschend dann aber, dass mit ersten wirklichen Angriff es plötzlich nach sieben Minuten 0:1 stand. Ein Tor aus dem Nichts, erzielt durch Yannick Wolf, der aus dem linken Halbfeld heraus auf Marvin Kaulfuss flanken wollte, der Ball ihm jedoch „unglücklich“ über den Schuh rutschte und anschließend über den machtlosen SKC-Torwart hinein in Tor segelte.

Die Freude war groß, doch sie sollte nicht lange währen. War Barbaros schon zu diesem Zeitpunkt des Spiels überlegen, wurde es auch nach dem Tor nicht besser und nach zehn Minuten des Schüttelns sollte der Führungstreffer auch schon wieder egalisiert sein. Ballverlust von Lenny Hadzipasic im Mittelfeldzentrum führte zu einem Konter der Gastgeber, die zu zweit auf Keeper Christopher Klonek zuliefen und es nach einem Querpass Abdullah Keskin, einer der namenhaften Neuzugänge, war, der den Ausgleich erzielte.

Die restliche erste Hälfte plätscherte in der Folge das Spiel sehr vor sich her, ohne das noch Aufregendes passieren sollte und so ging es in eine Halbzeit, in der keiner zufrieden war bezüglich des bisher Geleisteten. Zu viele Fehlpässe wurden gespielt, zu viele kleine Fehler begangen, welche einen geordneten Spielaufbau und somit Kontrolle über das Spiel nicht möglich machten.

Besser wurde es dann auch in der zweiten Halbzeit nicht und man musste sich mehrfach bei Christopher Klonek bedanken, der zwei bis drei Mal stark auszeichnen konnte, dass man nicht schon früher in Rückstand geriet. Dass es dann jedoch geschah, war letztlich nur eine Frage der Zeit. Wieder ein Fehler in der Defensive, in der an diesem Sonntag ganz einfach die Abstimmung nicht zu stimmen schien und wieder war es Abdullah Keskin, der plötzlich vollkommen frei vor dem TSVgg-Tor auftauchte und  dieses Mal Christopher Klonek keine Chance ließ. Erst jetzt wachte man so langsam aus der Lethargie auf und das Spiel wurde der Gäste wurde etwas besser. Doch versäumte man es, den Ausgleich zu erzielen, der möglich gewesen wäre, wenn nicht Marvin Kaulfuss nach Hereingabe von Kapitän Pierre Mohr den Ball verfehlt hätte und damit das leere Tor nicht traf. Symptomatisch für das Spiel. Der Genickbruch bahnte sich an, obwohl man zum Ende des Spiels die bessere Mannschaft war und folgte in der 88. Minute durch Mustafa Koc, der die wieder herrschenden Abstimmungsprobleme der TSVgg-Verteidiger um im Duell dem bemitleidenswerten Christopher Klonek keine Chance ließ.

Zwar gelang in der Nachspielzeit nach einer Ecke von Kai König noch der Anschlusstreffer durch Marvin Kaulfuss, doch sollte dieser nicht mehr als Ergebniskosmetik sein, da der Schiedsrichter nach dem Treffer das Spiel gar nicht wieder anpfiff.

Zusammenfassend muss man wohl konstatieren, dass selbst ein Punkt an diesem Nachmittag nicht verdient gewesen wäre und mit Barbaros die bessere, präsentere und willigere Mannschaft den Sieg davongetragen hat. Das Thema Aufstieg muss damit wohl endgültig zu den Akten gelegt werden. Neun Punkte beträgt nun der Rückstand auf den zweiten Platz bei nur noch vier verbleibenden Spielen. Jetzt zählt es, eine bisher gut gespielte Saison ordentlich zu Ende zu spielen und im Idealfall noch den dritten Tabellenplatz zu ergattern.

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