B-Klasse Mainz-Bingen West (24. Spieltag): SpVgg Dietersheim - TSVgg Stadecken-Elsheim II 2:1 (0:0)

Am Ende plötzlich kurz vor dem Punktgewinn

 

SpVgg Dietersheim:
Lenz, Sehrt, Laukert, Tokelli (30., Soy), Naumann, Lemke, Hemp, Mulaj,
Khoshaba St. (60., Arslan), Khoshaba Sh. (70., Zuck), Abdullah

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Hofmann, Dechent L., Sieben, Luff, Haar (71., Scherffius), Kegler Ph.,
Odelga, Rutsch, Uphues, Kegler P., Krützfeld (70., Doll)

Tore:
1:0 Abdullah (46.), 2:0 Abdullah (60.), 2:1 Luff (89.)

 

Florian Sieben I Aufstiegs- gegen Abstiegskampf. So die einfache Überschrift für die Partei der Zweiten Mannschaft in Dietersheim. Für die SpVgg war dieses Match nach drei empfindlichen Abgängen im Winter und einem schlechten Start in das Jahr 2016 die wohl letzte Chance, mit einem Sieg noch an den ersten beiden Plätzen dran zu bleiben. Für die Mannschaft von Trainer ging es nach zuletzt zwei Niederlagen darum, sich wieder zu stabilisieren. Vorweg genommen. Das sollte gelingen, auch wenn es gegen den Aufstiegsaspiranten knapp nicht zum Punktgewinn gereichen sollte.

Von Beginn an war klar, wer Favorit dieses Spiels war und auch, wer die Heimmannschaft. Dietersheim merkte man an, dass sie mit den Verhältnissen des schwer zu bespielenden Rasenplatzes besser zurechtkamen und ihr Pass- und Aufbauspiel so gekonnter gestalten konnten. Die TSVgg war somit zunächst an ihre defensiven Aufgaben gebunden und gerade darauf bedacht, die pfeilschnellen Khoshaba-Brüder und den Ballverteiler Abdullah, die mit Abstand besten Spieler der Gastgeber in Schacht zu halten. Bis auf wenige Situationen gelang dies auch ganz gut und so war die erste halbe Stunde geprägt von einer Abwehrschlacht der Zweiten gegen abwartende Dietersheimer, die auf ihre Chance lauerten. Leider wieder zu bemerken war, dass das eigene Offensivspiel fast gänzlich abgemeldet war, da gerade über die Außenbahnen zu wenig Entlastung gelang. Einzig eine Chance bleibt hier zu erwähnen, als ein einziges Mal wirklich gut der Ball über die linke Seite in den Strafraum gebracht wurde, dort aber Alexander Uphues den Ball Zentimeter am  Tor vorbeischoss. Sofort waren die Dietersheimer, die zu diesem Zeitpunkt etwas Gefahr liefen, sich einlullen zu lassen, wieder hellwach, konnten sich jedoch auch nur noch eine wirklich zwingende Chance mit dem Pausenpfiff herausspielen, die jedoch zunächst Florian Sieben und im Anschluss Keeper Hauke Hoffmann entschärfen konnten.

Und so ging es mit einem, nicht unverdienten, 0:0 in die Halbzeit, da man es zumeist schaffte, der SpVgg in ihren Angriffsbemühungen frühzeitig den Zahn zu ziehen. Dies wollte man auch in der zweiten Halbzeit weiter so fortführen, was jedoch nicht gelingen sollte.

Es war nämlich noch keine Minute gespielt, als einmal Khoshaba über die linke Seite durchbrechen konnte, den Ball in die Mitte zurücklegen konnte und von dort aus Abdullah ohne große Mühe einnetzen konnte. Es sollte aber noch schlimmer kommen. Keine 15 Minuten später war es wieder Abdullah, der mit einem schönen Schuss aus 24 Metern freistehend das 2:0 erzielte. Der Drops war nun gelutscht, zumindest wurde diese Stimmung auf dem Spielfeld breit. Und es sollten auch keine größeren Angriffsbemühungen der Gäste stattfinden, bis zur 89. Minute. Plötzlich fiel dort nämlich der Anschlusstreffer. Was war geschehen. Einen langen Ball von Florian Sieben leitete Alexander Uphues gut weiter, ein Schuss auf das Tor, den der Keeper nur abprallen ließ und Alexander Luff drückte den Ball über die Linie.

In ein Spiel, dass eine halbe Stunde lang entschieden schien, kam nun noch einmal Stimmung auf und fast wäre sogar der Ausgleich noch gelungen. Letzte Aktion der Nachspielzeit. Noch einmal ein Freistoß aus zentraler, vielversprechender Position. Pierre Kegler läuft an und wer weiß, wo der gut und hart geschossene Ball gelandet wäre, wäre nicht mit Benjamin Doll der eigene Stürmer in die Schussbahn gelaufen und hätte so den Ball abgeblockt. Dinge, die nicht passieren sollten!

So endete ein etwas merkwürdiges Spiel verdient, jedoch am Ende fast noch glücklich für die Gastgeber mit 2:1 und der Mannschaft von Willi Wünsch bleibt nur, dass man sich über weite Strecken gegen einen Aufstiegsaspiranten Defensiv sehr gut verkauft hatte.

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