B-Klasse Mainz-Bingen West (23. Spieltag): TSG Drais - TSVgg Stadecken-Elsheim II 3:0 (1:0)

Eigentor leitet nächste Pleite ein

 

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Hofmann, Dechent L. (75., Cramer), Sieben, Hintsch T., Sattler, Kegler Ph.,
Odelga, Klein, Doll (55., Uphues), Kegler P., Krützfeld (69. Rutsch)

TSG Drais:
Kowatschew, Daniel, Weil,  Wick, Stehl M., Herget, Hoppe,
Stehl T., Pfeiffelmann (77., Beck), Brandenstein (46., Bohn), Drach

Tore:
0:1 Odelga (4., ET.), 0:2 Weil (55.), 0:3 Weil (87.)

 

Florian Sieben I Nach einem Osterwochenende, an dem Spieler wie Trainer noch einmal Kraft tanken wollten, ging die Mission Klassenerhalt in die nächste Runde. Gegner war die Mannschaft aus Drais. Im Mittelfeld der Tabelle steht die TSG zwischen Wohl und Wehe. Doch hatten sich die Draiser in den letzten Jahren als echter Angstgegner erwiesen, gegen den es nie viel zu holen gab. Ein Umstand, der sich auch an dem heutigen Tag nicht ändern sollte.

Wieder einmal zu personellen Umbauten gezwungen schickte Trainer Willi Wünsch ein Team raus, das aus einer geordneten Defensive lange die defensive Null halten sollte, um dann mit nadelstichartigen Angriffen zum eigenen Torerfolg zu kommen. Doch sollte sich dieses Vorhaben bereits nach vier Minuten erledigt haben. Die Draiser drückten sofort, waren spielerisch nicht unbedingt stärker, doch machten sie das gesamte Spiel über weniger Fehler im Aufbau- und Passspiel, so dass sie immer wieder über die Außenbahnen den Weg nach vorne fanden. So auch beim 0:1, als die TSG den Ball nach einer gut gespielten Passstafette auf die linke Außenbahn  gebracht hatte und die eigentlich ungefährliche Flanke frei stehend von Außenverteidiger Kevin Odelga über den überraschten Torhüter Hauke Hofmann hinweg in das eigene Tor gelenkt wurde. Allen war nun klar, dass man schon jetzt offensiver agieren musste, doch war nicht jeder Spieler gewillt, dies auch umzusetzen. Und so merkte man erst einmal nicht, dass die Mannschaft als Ganzes an einem Strang zog und die Draiser konnten die für sie freien Räume nutzen, um immer wieder in die Offensive zu stoßen - dies aber auch ohne sich weitere zwingende Möglichkeiten zu erspielen. Und so plätscherte das Spiel vor sich hin, bis unmittelbar zum Halbzeitpfiff. Endlich einmal ein gut gespielter Angriff der Zweiten Mannschaft über die rechte Bahn und der flach hereingebrachte Ball landet vor den Füßen des vollkommen freistehenden Dominik Klein, der diesen jedoch denkbar knapp am Tor von Gäste-Keeper Kowatschew vorbeisetzte. Da war sie, die Chance, alles wieder auf null zu stellen, doch stattdessen ging es mit einem Rückstand in die Halbzeit.

Die zweite Hälfte begann, doch wesentlich besser wurde es nicht. Machte man zwar nun weniger Fehler im Aufbauspiel, war man aber nicht in der Lage, die Gästeverteidigung ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Stattdessen immer wieder die Draiser, die durch ihr sicheres Passspiel gefährlich nach an das Tor der Zweiten kam. Wie in der 55. Minute, als man den Angriff der TSG 18 Meter vor dem Tor nur per Foulspiel stoppen konnte. Weil lief an, die Mauer springt hoch, doch der TSG-Spieler schoss den Ball einfach flach unter der Mauer durch zum 0:2 ins Tor.

Wollte man es sich zwar nicht eingestehen, so war nun aber bei den meisten der TSV-Spieler der Widerstand endgültig gebrochen. Zwar versuchte man weiter, Offensiv noch etwas zustande zu bringen, doch endeten auch hier diese Bemühungen spätestens 20 Meter vor dem gegnerischen Tor. Die Draiser hingegen machten das, was zu erwarten war, sie konterten und das erfolgreich und so war es wieder Weil, der nach schnellen Spiel kurz vor dem Schlusspfiff zum 0:3 -Endstand einschießen konnte und die Niederlage der TSVgg endgültig besiegelte.

Nach dem guten Start in das neue Jahr mit zwei Siegen und einem Remis, macht sich nach der zweiten Niederlage in Serie Ernüchterung breit. Zu harmlos, zu wenig Kampfbereitschaft, zu wenig als Team agiert. Dabei muss die Frage erlaubt sein, ob alle im Team sich um der Situation bewusst sind. Bei manch einem Spieler erweckt es das Gefühl, als habe man sich bereits mit einem Abstieg abgefunden und schlimmer, als sei es ihnen egal. Dringender Redebedarf ist nun innerhalb der Mannschaft von Willi Wünsch angesagt, um alle wieder in die Spur zu bekommen und noch einmal alles für das Ziel Klassenerhalt zu mobilisieren, das doch schließlich alle haben sollten!

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