A-Klasse Mainz-Bingen (21. Spieltag): TSVgg Stadecken-Elsheim - TSV Wackernheim 5:0 (1:0)

TSVgg furios - nur David Wolf fällt aus der Reihe

 

TSVgg Stadecken-Elsheim:
Klonek, Engemann, Hintsch F., Sinock, Mildner, Klein, Antwerpes,
Mohr, Wolf Y. (78., Mahmoud), Kaulfuss, Reinke (72., Wolf D.)

TSV Wackernheim:
Brawitsch, Reiter, Riediger, Schwarzkopf, Anlauf (58., Wittösch), Lukas,
Weiskopf, Benner, Rignanese (72., Krüger), Winternheimer, Stumm

Tore:
1:0 Wolf Y. (35.), 2:0 Antwerpes (46.), 3:0 Kaulfuss (50.), 4:0 Klein (56.), 5:0 Wolf D. (75.)

Besondere Vorkommnisse:
Brawitsch (TSV Wackernheim, 40.) hält einen Foulelfmeter von Mohr (TSVgg Stadecken-Elsheim)

Gelb-Rote Karte:
Riediger (TSV Wackernheim, 47., wiederholtes Foulspiel), 
Kaulfuss (TSVgg Stadecken-Elsheim, 67., wiederholtes Foulspiel)

 

Florian Sieben und Tim Antwerpes I Erstes Pflichtheimspiel der Ersten Mannschaft im Kalenderjahr 2016 und gleich sollte es zu einem ganz wichtigen Duell um den Relegationsplatz kommen. Zu Gast war der punktgleiche Viertplatzierte von der TSV Wackernheim, welche ebenfalls noch in Richtung Aufstieg schielten. Klar war: nur der Sieger konnte sich weiterhin Hoffnungen auf den Relegationsplatz machen. Der Verlierer hätte bei acht Punkten Rückstand und noch neun ausstehenden Spielen wohl keine Chance mehr.

So waren der Rahmen gesteckt für einen ereignisreichen Fußballnachmittag, welcher zunächst jedoch schleppend beginnen sollte. Beide Mannschaften, darum bedacht, keine Fehler zu begehen, tasteten sich zunächst einmal ab, ohne wirkliche Gefahr für das gegnerische Tor zu entwickeln. Gerade bei der TSVgg kamen viele einfache Pässe zunächst nicht an den Mitspieler, weshalb man früh im Spiel auf lange Bälle setzte, was jedoch auch nur unzureichend Erfolg hatte. Zu hektisch und zu ungenau war in dieser Phase das Aufbauspiel. Das man sich trotz allem gute Möglichkeiten erspielen konnte, lag auch daran, dass Wackernheim schon in dieser frühen Phase überhaupt nicht in das Spiel hineinkam. Doch sollte es 35 Minuten dauern, bis zum ersten wirklich sehenswerten Angriff der Gastgeber. Gelungene Ballstafette durch die eigenen Reihen, dann ein öffnender Pass zu Yannick Wolf auf die halblinke Außenbahn. Dieser legte sich den Ball auf seinen starken linken Fuß und knallte das Leder ansatzlos unter die Latte - ein Traumtor!

Jetzt schien der Knoten geplatzt und die Mannschaft kam immer besser in das Spiel hinein. Nächste Aktion, 40. Spielminute. Freistoß aus dem Halbfeld von Andreas Klein, der im Strafraum Tim Antwerpes suchte und auch gefunden hätte, wäre dieser nicht durch den Gästekeeper gefoult worden. Elfmeter! Eigentlich eine sichere Sache, wenn Kapitän Pierre Mohr antritt. Eigentlich! Doch nicht dieses Mal. Seinen etwas unplatzierten Schuss in die von ihm aus linke Ecke, konnte der Gästetorwart entschärfen und somit zumindest in dieser Phase das Spiel noch offen halten. Denn so ging es mit dem knappen 1:0 in die Halbzeit. Verdient allemal, hatte man das Spiel, trotz einiger eigener Probleme doch gut im Griff und hatte sich in den ersten 45 Minuten die Wackernheimer keine einzige Möglichkeit erspielen können.

Man selbst nahm sich für die restliche Spielzeit vor, jetzt nicht locker zu lassen und schnell auf das zweite Tor zu gehen, was genauso eintreten sollte. Einige Zuschauer waren wohl noch ein Bier mit Bratwurst verputzen, als sich wiederrum Yannick Wolf über die linke Seite auf den Weg machte, den Ball in die Mitte legte, wo ihn im Zentrum Vincent Reinke durchließ und hinter ihm Tim Antwerpes ohne Probleme einschieben konnte. 2:0, der Genickbruch für die Gäste, welcher nur eine später Minute endgültig sein sollte, als sich Kapitän Norman Riediger, nach einem Foulspiel in der ersten Halbzeit bereits Gelb verwarnt, wegen eines bösen Foulspiels an Pierre Mohr die Gelb-Rote Karte abholte. Zu zehnt war der Widerstand der Mannschaft von Trainer Patrick Rudolf nun endgültig gebrochen und die Erste spielte in den folgenden 20 Minuten groß auf. Alles schien zu gelingen, ansehnliche Passstafetten wurden gespielt und gute Torchancen kreiert. Eine davon, es waren gerade 50 Minuten gespielt, führte auch zum 3:0. Dieses Mal war es Vincent Reinke, welcher den Ball von Außen auf Tim Antwerpes in die Mitte spielte, dieser legte weiter auf Marvin Kaulfuss, der dann keine Probleme mehr hatte, den Ball im Tor zu versenken. Nur sechs Minuten später folgte sogar das 4:0, erzielt von Andreas Klein, welcher von den Auflösungserscheinungen in der Abwehr der Gäste profitierte und ein Solo von der Mittellinie mit seinem Treffer krönte. Das Spiel war nun durch, leider auch für Marvin Kaulfuss, welcher sich, ebenfalls schon vorverwarnt, in der 67. Minute die Ampelkarte abholte und die restlichen Minuten von der Bank aus betrachten musste.

Das Spiel flachte nun etwas ab, bis zur 72. Minute, als David Wolf für den vollkommen entkräfteten Vincent Reinke auf das Feld geschickt wurde. Gerade einmal drei Minuten auf dem Platz, war es sein erster Ballkontakt, mit welchem er zugleich zum 5:0 einnetzen sollte. Von Bruder Yannick Wolf mustergültig bedient, bewies David Wolf Auge und schlenzte den Ball aus 25 Metern unhaltbar in die Ecke. Zugleich wurden Erinnerungen wach an die starke Leistung nach seiner Einwechslung bei FIAM, doch sollte es dieses Mal anders kommen. So hätte man das Spiel nahe zweistellig gewinnen können, wäre David Wolf nach seinem Tor doch nur etwas besser aufgelegt gewesen. Immer wieder mustergültig angespielt, wurde er 2-3 Mal im Abseits stehend zurückgepfiffen. Stand er dann einmal nicht im Abseits, konnte er im 1 gegen 1 den Torwart nicht überwinden und Slapstick pur wurde es, als er nach einer beispiellosen Hereingabe von der rechten Seite den Ball aus zwei Metern an die Latte setzte. Chancenwucher, welcher jedoch nicht mehr spielentscheidend wurde, konnte man doch letztlich ein hochverdientes 5:0 einfahren und so weiterhin im Rennen um den Aufstieg mitspielen.

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