B-Klasse Mainz-Bingen West (14. Spieltag): TSVgg Stadecken-Elsheim II - TSG Schwabenheim 2:2 (1:1)

Zweite holt Punkt der Moral im Derby

 

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Hofmann, Hintsch T., Sieben, Wolf D., Emmerich, Kegler Ph., Haar,
Rutsch (79. Autenheimer), Krützfeld, Kegler P. (79. Friedel), Wollstädter (61. Prigge)

TSG Schwabenheim:
Just, Inboden (46., Hartmann), Rohn, Feser, Fey, Engelhardt,
Christ, Janetzko, Haller, Haddad (68. Kasper), Becker

Tore:
0:1 Haller (7.), 1:1 Kegler P. (25., FE.), 1:2 Haller (74.), 2:2 Wolf D. (87., FE.)

Gelb-Rote Karte:
Christ (TSG Schwabenheim, 78., Meckern)

Rote Karte:
Fey (TSG Schwabenheim, 86., Schiedsrichterbeleidigung)

 

Florian Sieben I Was Dortmund gegen Schalke, St. Pauli gegen den HSV oder 1860 gegen die Bayern ist, ist für unsere Zweite das Derby gegen die TSG aus Schwabenheim. Kein Duell besitzt mehr emotionale Brisanz und keines mehr verbales Vorgeplänkel wie Dieses. Und doch überschattete dieses Mal die prekäre Tabellensituation unserer Zweiten diese Partie. 13 Spiele und bislang nur ein Punkt. Es musste ein Erfolgserlebnis her, unbedingt. Und dazu sollte der Gast aus der Nachbargemeinde gerade Recht kommen.

Personell wie in Formation umgestellt ging man in das Spiel, mit einer Fünferkette um Abwehrchef David Wolf, darauf bedacht, erst einmal Defensiv gefestigt zu stehen, um dann Offensiv Nadelstiche setzen zu können. Dies gelang auch kurzfristig, bis zur siebten Minute.

Einen kapitalen Abspielfehler im Aufbau von Florian Sieben, welcher ansonsten in seinem zweiten Saisonspiel nach dreijähriger Verletzungspause eine mehr als passable Partie spielte, nutzten die Gäste zu einem schnellen Konter, welchen in seiner Konsequenz Nils Haller zur 0:1 -Führung verwandelte.

Wäre das Team in den vorherigen Spielen mit diesem Gegentreffer nun auseinandergebrochen, spielte sie heute ruhig weiter und konnte in den folgenden Minuten sich auch immer mehr aus der Umklammerung der TSG lösen. Man traute sich nun auch ab und an nach vorne und setzte die ersten Nadelstiche. Einen davon in der 25. Minute. Ein schöner Lauf von Raiko Krützfeld im Strafraum endet abrupt, als dieser von einem Verteidiger von den Beinen geholt wird. Elfmeter! Stürmer Pierre Kegler übernimmt und verwandelt sicher in die Ecke.

Es entwickelte sich nun ein Geduldsspiel, von außen nicht immer schön anzusehen, doch so ist es eben auch mal im Abstiegskampf.

Mit dem 1:1 ging es dann auch in die Halbzeit, in welcher man ein positives Resümee zog, jedoch auch ermahnte, sich jetzt nicht hängen zu lassen, hatte man doch noch nichts erreicht.

Zweite Halbzeit und dasselbe Spiel. Die Stadecker weit zurückgezogen, auf ihre Chance lauernd, die Schwabenheimer ratlos ob des Bollwerks, welches vor ihnen stand. Bis zur 74. Spielminute: wieder einmal ein langer Ball, welchen Becker schön verwerten kann, eine Flanke in das Zentrum, welche David Wolf nicht entscheidend klären kann und wieder ist es Nils Haller, welcher aus kürzester Distanz die erneute Führung zum 1:2 erzielte.

Nun wurde das Spiel hektischer. Zunächst holte sich TSG-Akteur Christ nach einem eigentlich harmlosen Foul im Zentrum innerhalb von gerade einmal zehn Sekunden erst die gelbe und anschließend die gelb-rote Karte wegen Meckerns ab. Trainer Andreas Autenheimer setzte nun alles auf eine Karte, löste das Defensivbollwerk auf und schob David Wolf in die Offensive. 86. Minute: der eingewechselte Julian Prigge im Dribbling im Strafraum der Gäste, wieder ein Foul, wieder ein Pfiff. Der zweite Strafstoß für die zweite Mannschaft. Doch die Aufregung war groß. So groß, dass einer der TSG-Akteure seine Nerven nun überhaupt nicht mehr im Griff hatte und nach einer Schiedsrichterbeleidigung mit der roten Karte vom Platz musste. David Wolf behielt jedoch die Nerven und erzielte mit einem Gewaltschuss in die Mitte den nun verdienten Ausgleich zum 2:2.

Man war nun sogar versucht, dieses Spiel noch zugunsten des TSVgg zu drehen. Doch am Ende blieb es beim Unentschieden, welcher, ob der momentanen Situation, dann letztlich schon ein moralischer Sieg gegen den Favoriten aus der Nachbargemeinde war.

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