13.05.2018 SG Gensingen/Grolsheim-TSVgg II

Geschrieben von Florian Sieben am .

Den Favoriten beinahe geknackt
SG Gensingen/Grolsheim – TSVgg Stadecken-Elsheim II 2:1 (1:1)

SG Gensingen/Grolsheim: Kraljik, Kaspers, Heide, Bozkurt (55., Bast), Rose, Fiessler (70., Scheuer), Kaya, Hopf, Genc, Ielapi, Cusenza (60., Hoch)
TSVgg Stadecken-Elsheim II: Klonek, Kaulfuss, Szustak, Lanzerath M., Eppelmann, Lanzerath N., König, Becker (85., Hofmann), Krützfeld, Ahmed, Doll (70., Leuschner)

Tore: 0:1 Krützfeld (15.), 1:1 Kaya (40.), 2:1 Kaya (62.)

Florian Sieben und Niclas Lanzerath I Ein ganz wichtiges Spiel für die Zweite Mannschaft. Unbedingt müssen noch einmal drei Punkte her, um den rettenden zwölften Tabellenplatz, den man momentan innehat, auch für die letzten drei Spieltage zu zementieren. Keine leichte Aufgabe, wartet doch mit der SG Gensingen/Grolsheim, der SG Bingerbrück/Weiler und dem FV Budenheim das gesamte Arsenal an Aufstiegsaspiranten auf die Truppe von Trainer David Wolf. Gravierend sollte hinzukommen, dass dem Trainer die Spieler ausgingen. Mit einer Notelf ging man so auf die Reise nach Gensingen, um sich dort der SG zu stellen. Und dies tat man zu Beginn auch überraschend ansehnlich. Es stellte sich der Spielgemeinschaft eine kompakte Defensive entgegen und selbst gelang es auf einem alles anderen als einfachen Rasenplatz, den Ball gut laufen zu lassen. Die Belohnung für den mutigen Auftritt dann bereits nach 15 Minuten, als Niclas Lanzerath die SG-Abwehr mit einem Lupfer aus dem Spiel nahm und der eingelaufene Raiko Krützfeld ließ dem Keeper keine Chance.
Der Führungstreffer tat dem Spiel der Zweiten jedoch nicht sonderlich gut, verlor man doch in der Folge die Spielkontrolle und den roten Faden. Die Gastgeber waren nun überlegen und drückten auf den Ausgleich, der aber nicht fallen wollte - bis kurz vor der Halbzeit. Es ist müßig, doch wäre es spannend zu erleben gewesen, was geschehen wäre, hätte man die Führung in die Halbzeitpause gebracht. In den zweiten 45 Minuten hätte sich ein gänzlich anderes Spiel entwickelt, das wohl Platz für Konter gelassen hätte. Doch so war es SG-Torjäger Kaya, der nach einem Spielzug über die Außenbahn im Zentrum zum Ausgleich kam. Selbst jetzt, so kurz vor dem Halbzeitpfiff, hätte man noch die Möglichkeit gehabt, wieder in Führung zu gehen, doch Raiko Krützfeld vergab die 100prozentige Chance und schoss den Ball aus drei Metern Entfernung über das Tor.
Die zweite Hälfte begann dann zunächst einmal zurückhaltend. Beide Teams waren auf Sicherheit bedacht, keiner wollte frühzeitig einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Es kristallisierte sich heraus: wer das nächste Tor erzielte, der würde den Sieg mit nach Hause nehmen. Leider sollten das die Kicker der SG in Personifizierung ihres Stürmers Kaya sein, der nach einer guten Stunde einen Konter der Gastgeber eiskalt zur Führung zu Ende spielte.
Zwar versuchte die Elf von Trainer David Wolf in der Folge noch einmal alles, um den Spieß noch einmal umzudrehen, doch zwingende Möglichkeiten sollten sich daraus keine mehr ergeben.
Kurios dann die letzten zehn Minuten. Bereits alle Wechsel aufgebraucht, verletzte sich SG-Keeper Kraljik, was zu der abstrusen Situation führte, dass ein Feldspieler für die letzten Minuten das Tor hüten musste und die Gastgeber in dieser Zeit mit einem Spieler weniger aufliefen. Die numerische Überlegenheit konnte aber auch in der kurzen Zeit von der Zweiten Mannschaft nicht mehr genutzt werden und so blieb es bis zum Schluss bei der verdienten, aber dennoch bitteren 1:2-Niederlage. Mit der letzten Elf, die Trainer David Wolf aufstellen konnte, hatte man sich gegen den Favoriten und Aufstiegsaspiranten lange zur Wehr gesetzt, war sogar in Führung gegangen. Doch letztlich war es vor allem an der individuellen Klasse von SG-Stürmer Kaya gelegen, dass sich der Favorit, wenn auch knapp, am Ende durchsetzen konnte. Es heißt nicht, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. In einer Woche geht es wieder um drei Punkte. Drei so wichtige Punkte, die so bedeutend für den Klassenerhalt sein könnten.

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