26.04.2018 SpVgg Viertäler-TSVgg II

B-Klasse Mainz-Bingen West: SpVgg Viertäler - TSVgg II  Ergeb: 2:5

Wichtiger Erfolg in groteskem Spiel

Torfolge: 0:1 (14.Min) Andreas Klein, 0:2 (32.Min) Raiko Krützfeld, 1:2 (37.Min), 1:3 (42.Min) Raiko Krützfeld, 2:3 (64.Min), 2:4 (68.Min) Andreas Klein, 2:5 (70.Min) Kai König

Florian Sieben und Christian Eppelmann I Was für ein verrücktes Spiel im Abstiegskrimi zwischen der Spielvereinigung Viertäler und der Zweiten Mannschaft der TSVgg Stadecken-Elsheim. Sieben Tore, drei Elfmeter, sieben gelbe und eine gelb-rote Karte, sowie einem Schiedsrichter, der es mit seiner Unparteilichkeit nicht ganz so genau nahm.
Bestens eingestellt von Trainer David Wolf ging es für die Zweite in dieses Nachholspiel, bei welchem drei Punkte für beide Teams Pflicht war, um sich weiter Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen zu dürfen. Besser ins Spiel kam dann auch die Zweite, die sich zunächst zwar hektisch zeigte, aber sich dann Sicherheit im Spiel holte und somit das Spielgeschehen übernahm. Bereits in der 14. Minute folgte die Belohnung der Feldüberlegenheit, als man nach einem Ballgewinn im Mittelfeld über Vincent Reinke schnell konterte, dieser das Spielgerät mit einem genauen Abspiel auf Andreas Klein weitergab, der dem SpVgg-Keeper Viehrig keine Chance ließ.
Der Anfang war gemacht, doch sorgte dies keinesfalls für Beruhigung im Spiel. Durch seine kleinliche Art der Spielleitung, jedoch auch durch ununterbrochenes Meckern und Lamentieren der Gäste, schoss sich der Schiedsrichter in der Folge der Partie nun auf die Kicker aus Stadecken-Elsheim ein, was noch zu skurrilen Situationen führen sollte.
Das nächste spielerische Ereignis, das 2:0 für die Gäste, fiel dann nach einer guten halben Stunde durch Raiko Krützfeld, der nach einer Reinke-Hereingabe vor das Tor richtig stand und einschob. Zum Ende der ersten Halbzeit überschlugen sich dann die Ereignisse. Einem bereits umstrittenen Freistoß für die Gastgeber folgte ein „Halten“ im Strafraum und ein noch umstrittenerer Strafstoß für Viertäler, den Klonek fantastisch parierte. Dachten alle. Doch der Schiedsrichter ließ den Elfmeter wiederholen und zeigte, dem TSVgg-Keeper die gelbe Karte, da er sich zu früh bewegt haben sollte. Den wiederholten Elfmeter verwandelte dann Stipp und sorgte so für den Anschlusstreffer.
Die Halbzeit nahte, doch sah man der Zweiten an, dass sie auf diesen Rückschlag noch einmal antworten wollten, was dann auch Raiko Krützfeld gelang, als dieser kurz vor dem Pausenpfiff, auf Vorlage von Marvin Kaulfuss, den 3:1-Halbzeitstand herausköpfte.
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken ging es scheinbar beruhigend in die Pause und mal wollte das Spiel in den zweiten 45 Minuten fußballerisch über die Bühne bringen. Doch zunächst waren es die Gastgeber, die zu Beginn der zweiten Hälfte mehr investierten, aber auch keinen entscheidenden Abschluss zu Stande bekamen, bis sich der Schiedsrichter entschied, vollends seine unparteiische Linie aufzugeben. So zeigte er wiederum, zur Fassungslosigkeit aller, nach 64 Minuten auf den Elfmeterpunkt nach einem angeblichen Foulspiel von Marc Lanzerath. Dieses Mal Lehré, der antrat und auf 2:3 verkürzte.
Doch auch gegen 12 Gegner ließ sich das Team von David Wolf nicht unterkriegen und zeigte nur Momente die richtige Antwort, als auch Andreas Klein seinen Doppelpack erzielte und nach Vorlage von Vincent Reinke den alten Zwei-Tore-Abstand wiederherstellte. Das 5:2 dann nur kurz später nach einem erzielten Foulelfmeter durch Kai König. Das Spiel nun gelaufen, aber keinesfalls fertig. Der Schiedsrichter hatte noch einen, als er eine viertel Stunde vor Schluss Keeper Christopher Klonek mit der Ampelkarte vom Feld schickte. Für ihn ging Alexander Uphues ins Tor, welches er bis zum Spielende sauber halten sollte.
Ein wichtiger Erfolg in einem verrücktem Spiel, dass wohl alle Beteiligten länger nicht vergessen werden.

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