10.09.2017 FSV Nieder-Olm-TSVgg

A-Klasse Mainz-Bingen: FSV Nieder-Olm - TSVgg  Ergeb: 7:1  (5:0)

Derbypleite – „einfach nur peinlich“

FSV Nieder-Olm: Leonard, Zimmermann, Fichtelberger J., Jedek, Simon, Tislenko, Brantzen (53., Schmitt), Sazan (69., Fichtelberger T.), Schedereit, Kreutzer, Schwab (61., Ossen)
TSVgg Stadecken-Elsheim: Gübler, Antwerpes, Wolf Y., Große Böckmann, Klapper, Hadzipasic (61., Hornke; 67., Weber), Haar (61., Hintsch T.), Lanzerath, Harth, Kaulfuss, König

Torfolge: 1:0 (1.Min), 2:0 (3.Min), 3:0 (11.Min), 4:0 (14.Min), 5:0 (18.Min), 6:0 (47.Min), 7:0 (75.Min), 7:1 (80.Min) Yannick Wolf

Florian Sieben und Tim Antwerpes I Es war wohl das symbolische Bild eines verkorksten Sonntagnachmittags. Als die Erste Mannschaft in der 47. Minute im Derby gegen den FSV Nieder-Olm den bereits sechsten Gegentreffer hinnehmen mussten, hatten einige der TSVgg-Anhänger genug gesehen und verließen frühzeitig die Sportanlage der Gastgeber. Zuvor hatte man bereits eine schmerzhafte erste Halbzeit mitansehen müssen, die an Peinlichkeit in den ersten achtzehn Minuten gipfelte, als man mit naiven Fehlern fünf Tore hinnehmen musste. Jeder einzelne Spieler zeigte sich von seinen Aufgaben überfordert. Keiner wusste, wie er sich taktisch zu verhalten hatte und die mit der Zeit immer stärker werdende Unsicherheit war jedem Einzelnen anzusehen. Und dachte man bereits, die erste Hälfte gegen Nackenheim wäre bereits ein Tiefpunkt gewesen, so wurde dieser in Nieder-Olm noch einmal getoppt. In der Halbzeit kam es dann zu einer gehörigen Ansprache durch Trainer Albert Hoppe und hatte man kurz das Gefühl, dass die Mannschaft noch einmal mit so etwas wie neuem Mut aus der Kabine kommen, so wurde dieses nach nur zwei Minuten durch das bereits beschriebene 0:6, dem fünften Treffer von FSV-Stürmer Ivo Schedereit, zunichte gemacht. Zwar war in der Folge die zweite Hälfte zumindest besser anzusehen als die Erste, doch noch 75 Minuten musste man dann auch noch das 0:7 durch den zweiten Treffer von Kreutzer in Kauf nehmen. Ergebniskorrektur dann fünf Minuten später durch Verteidiger Yannick Wolf, der per Distanzschuss den 1:7-Endstand herstellte.
Eine ganz schlimme Vorstellung, welche die Erste Mannschaft da abgeliefert hatte. Ein Spiel zum Vergessen, oder auch nicht. Denn es sollten wichtige Lehren aus diesem Spiel gezogen werden. Klar ist aber natürlich auch: die Personalsituation ist prekär. Elf fehlende Spieler, darunter wichtige Säulen wie Kapitän Andreas Klein, Benedict Sinock, Sven Dechent, Philipp Mildner und Felix Hintsch und Torjäger Vincent Reinke, lassen sich eben nicht einfach mal so ersetzen und dürfen daher nicht unerwähnt bleiben.
Es gilt dann doch einen Punkt unter das Spiel gegen Nieder-Olm zu setzen, denn was es jetzt unbedingt braucht für die junge Mannschaft, ist ein Erfolgserlebnis. Nächte Chance: das Derby gegen Essenheim.