13.08.2017 SV Appenheim-TSVgg II

B-Klasse West: SV Appenheim - TSVgg II  Ergeb: 2:4 (1:3)

Wolf führt Zweite zum Auftakterfolg

SV Appenheim: Lantow, Sittmann, Laubach, Gresch (50., Barth), Kornely, Tepen, Friedrich (89., Rolletter), Kiefer, Jäger, Neyses, Ferrinho
TSVgg Stadecken-Elsheim II: Grosser, Hintsch T., Pollok, Eppelmann, Seifert, Wolf D. (82., Kaufmann), Becker, Krützfeld, Uphues (68., Hofmann), Hornke (72., Scherffius F.), Kaulfuss

Tore: 0:1 Wolf D. (10.), 0:2 Uphues (17.), 1:2 Jäger (27.), 1:3 Wolf D. (41.), 2:3 Jäger (74., FE.), 2:4 Wolf D. (82.)

 Florian Sieben I Am Ende fehlte die Kraft und David Wolf musste, mit Hilfe seiner Mitspieler, das Feld verlassen. Einen Moment zuvor hatte der Spielertrainer der Zweiten Mannschaft den Sieg des Teams mit seinem dritten Tor zum 4:2 unter Dach und Fach gebracht, doch beim Jubeln streikte dann der Körper und von Krämpfen geplagt, kam in der 82. Minute Cornelius Kaufmann für ihn.
Es war allgemein ein hartes Stück Arbeit, den es bedurfte, um den Auftakterfolg gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Aufsteiger aus Appenheim einzufahren.
Zwar immer Herr der Lage und um Kontrolle aus einer gestaffelten Grundordnung heraus bemüht, gestaltete sich gegen tief stehende Gastgeber das Offensivspiel reichlich schwer und es hieß, geduldig zu spielen. Ein erstes Mal gefährlich vor das SV-Tor kam man in der neunten Minute, als eben David Wolf seinen Kapitän in die Tiefe schickte und dieser zum 1:0 einsetzte - dachten alle. Doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits. Schwierige Entscheidung, jedoch kein Vorwurf an den sonst souverän agierenden Schiedsrichter. Das Tor - regulär geschossen - fiel dann nur eine Minute später nach einer Kombination über die linke Seite, über die der Ball von Felix Becker auf David Wolf kam, der mit einer schönen Direktabnahme das erste seiner drei Tore erzielte.
Der Knoten war geplatzt und es vergingen nur Minuten, bis nun endlich auch Alexander Uphues jubeln könnte, nachdem er, von Raiko Krützfeld bedient, ein Klasse Solo hinlegte, zwei SV-Abwehrspieler aussteigen ließ und den Ball anschließend, vorbei am Torwart, zum 2:0 versenkte.
Spiel entschieden, dachte nun schon mancher und stellte sich lediglich die Frage, wie hoch der Sieg ausfallen würde. Doch diesen Gefallen tat der Aufsteiger der Zweiten nicht und hielt weiterhin beherzt dagegen, ohne jedoch vor dem Tor Gefahr auszustrahlen. Der Anschlusstreffer fiel dann auch aus dem viel zitierten Nichts, nach einem direkt verwandelten Freistoß aus rund 30 Metern - vielleicht nicht unhaltbar.
Nach diesem kleinen Schock dauerte es etwas, bis sich die Zweite wieder fing, doch es gelang und noch vor der Halbzeit war es, nach einem Eckball, wieder David Wolf, der per Kopf zur Stelle war und den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellte, mit dem es dann auch in die Pause ging.
Das Spiel flachte nach dem Wechsel zusehends ab. Die besseren Chancen hatte weiterhin die Zweite, doch wirklich zwingend war das alles nicht. Wie gefährlich das Ergebnis von 3:1 jedoch immer noch war, zeigte sich eine gute viertel Stunde vor Schluss, als es nicht gelang, den Ball nach einer SV-Ecke zu klären und der gerade eingewechselte Elias Hofmann seinen Gegenspieler im Strafraum strafwürdig foulte. Es trat der Appenheimer Jäger an, der bereits den ersten Treffer erzielt hatte und auch dieses Mal blieb er eiskalt und markierte den Anschlusstreffer.
Es war nun zu spüren, dass die Gastgeber noch einmal ihre Chance witterten - eben bis zur 81. Minute, als David Wolf sich ein Herz nach und mit seinem dritten Treffer die Entscheidung zugunsten der Zweiten markierte.
Der Sieg: mehr als verdient. Offensiv wie Defensiv zeigte man die klar bessere Spielanlage. Einzig das Spiel im letzten Drittel des Feldes und die Verwertung klarer Möglichkeiten bleiben ausbaufähig. Doch das blieb an diesem Tag, an dem es den Erfolg zum Auftakt der Runde zu feiern gab, ein zweitrangiges Thema.