17.04.2017 TSVgg II-Bosnjak Mainz

B-Klasse: TSVgg - SNK Bosnjak Mainz  Ergeb: 5:3 (1:3)

TSVgg Stadecken-Elsheim II: Hofmann H., Engemann, Weber (42., Uphues), Dickescheid (46., Ahmed), Wolf D., Große Böckmann, Antwerpes, Kaufmann, Fassel, Klein, Fitzi (87., Rutsch)
SNK Bosnjak Mainz: Fakovic, Zukovic, Delic, Sinanovic (90., Suljevic), Dacic, Etovic, Hodzic, Bosnic, Sehovic (60., Okumus), Mrsic, Zukovic

Spiel gedreht – Moral bewiesen

Torfolge: 0:1 (6.Min), 0:2 (26.Min), 1:2 (32.Min) Torsten Fitzi, 2:3 (47.Min) Torsten Fitzi, 3:3 (70.Min) Lukas Fassel, 4:3 (85.Min) Andreas Klein,  5:3  (87.Min) Andreas Klein

Während viele Familien den Ostermontag gemeinsam beim Mittagessen verbracht haben werden, galt es für die Zweite Mannschaft den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu gehen. Gegner dabei war mit dem SNK Bosnjak Mainz ein direkter Konkurrent, der aber in den letzten Wochen durchaus zu überzeugen wusste und bereits das Hinspiel mit 7:3 für sich entscheiden konnte. Wie Männer sollte man auftreten, so die Marschroute von Spielertrainer David Wolf an seine Jungs, die für dieses Spiel Hilfe von der Ersten in Person von Tim Antwerpes, Kai Engemann, Silas Große Böckmann und Kapitän Andreas Klein bekamen.
Diese Hilfe sollte sich vom Start weg jedoch keinesfalls bemerkbar machen, begann man doch sehr fahrig. Gerade einmal sechs Minuten waren dann auch gespielt, als man bereits das erste Gegentor hinnehmen musste. Ein Ball diagonal über die Abwehr gespielt und ein Stellungsfehler von Marcel Weber leiteten den Angriff des SNK ein, welcher mustergültig von Top-Stürmer Mrsic verwertet wurde. Wieder lag man und besser wurde es nicht, denn zwanzig Minuten später war es wieder Mrsic, der zum 0:2 einnetzen konnte.
Erst jetzt wachte die Zweite langsam auf, ohne jedoch aus dem Spiel heraus torgefährlich zu werden. Ganz anders aber nach Standards. Nach 32 Minuten war es eine Ecke von Andreas Klein, welche den Anschlusstreffer einleiten sollten. Wurde der Eckball zunächst noch abgewehrt, war es im Folgenden Lukas Fassel, der Auge bewies und per Flanke den am langen Pfosten vollkommen freistehenden Tim Antwerpes bediente, der mit dem Kopf das erste Tor für den TSVgg erzielte. Die Freude währte jedoch nur zwei Minuten, denn Bosnjak, Form den unnachahmlichen Amir Hodzic, stellten zugleich wieder den alten Torabstand wieder her.
David Wolf musste nun reagieren und tat dies auch. Zwei Wechsel und einige Umstellungen nahm er in der Halbzeitpause vor, um die Defensive zu stärken, aber auch in der Offensive durchschlagskräftiger zu werden. Nimmt man es vorweg: eine goldrichtige Maßnahme.
Die zweite Hälfte hatte kaum begonnen, da klingelte es zum zweiten Mal im Kasten des SNK. Kai Engemann war zum Flankenlauf über die rechte Außenbahn gestartet und bediente im Zentrum Kapitän Torsten Fitzi, der den Anschlusstreffer markierte.
Jetzt war man im Spiel und man merkte Bosnjak nun den hohen Altersschnitt an, fehlte es ihnen jetzt mehr und mehr an Durchschlagskraft. Doch sollte auch betont werden, dass die neu geordnete Defensive um Tim Antwerpes und Silas Große Böckmann ihren Job jetzt tadellos machten und kein weiteres Gegentor mehr hingenommen werden musste. Der viel umjubelte Ausgleich sollte jedoch noch auf sich warten, bis zur 70. Minute, als mit dem schönsten Angriff des Spiels David Wolf auf der rechten Seite durchging und seine Flanke mustergültig den Kopf von Lukas Fassel fand, von wo der Ball wie ein Geschoss in den Winkel flog.
Man wollte jetzt mehr, die drei Punkte waren das Ziel. Doch wurde die Zeit langsam knapp. Man erarbeitete sich jetzt mehr Möglichkeiten, doch sollten sie noch ungenutzt bleiben, bis zur 85. Minute, als Andreas Klein aus der Ferne einfach mal abzog, der Keeper keine glückliche Figur abgab und der Ball plötzlich im Netz lag. Jetzt war man vorne und die Moral der Gäste gebrochen. Den Schlusspunkt unter das Spiel setzte dann nur Momente später wiederum Andreas Klein, der nach einer Fitzi-Ecke am höchsten sprang und zum letztlichen 5:3 einköpfte.
Die Freude war groß, war man sich doch im Klaren darüber, dass dies ein ganz wichtiger Sieg gegen einen sehr unangenehmen Gegner und direkten Konkurrenten war.