B-Klasse Mainz-Bingen West (24. Spieltag): TSG Drais - TSVgg Stadecken-Elsheim II 1:0 (0:0)

Drais bleibt der Angstgegner der Zweiten

                                                          

TSG Drais:
Klumb, Daniel, Weil, Menzel, Stehl, Herget, Schubert (57., Bohn),
Hoppe, Drach, Brandenstein, Pfeiffelmann (62., Wichert)

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Bornkessel, Dechent L. (77., Wagner), Britz, Seifert   (19., Dickescheid), Wolf D.,
Ahmed, Kaufmann, Krützfeld, Uphues, Doll (64., Fassel), Fitzi      

Tore:
1:0 Hoppe (75.)

 

Florian Sieben I Die Chance, gegen Angstgegner Drais etwas Zählbares mitzunehmen, war wohl noch nie so groß, wie an diesem 02. April. Die TSG spielte ein bislang unbefriedigende Saison und stand vor diesem Spieltag in der Tabelle mit 23 Punkten sogar zwei Zähler hinter der Zweiten Mannschaft. Dass es einmal mehr nicht gelang, lag wohl daran, dass auch das Team von Trainer David Wolf, der wieder einmal selbst die Schuhe schnürte, momentan keine spielerische Hochphase durchlebt. Ein Spiel zweier solcher Mannschaften hat in solchen Fällen dann entweder das Potenzial, ein wahres Schützenfest zu werden, oder es wird, was man Sonntagnachmittags auf dem Draiser Sportplatz präsentiert bekam.

Nach 45 Minuten war auf beiden Seiten nicht ein wirklicher Torschuss zu notieren. Dem hingegen gab es eine nicht zählbare Anzahl an Fehlpässen, Ungenauigkeiten und Vernachlässigungen, die beide Mannschaften innehatten.

War auch die zweite Hälfte zunächst kein Glanzstück, so gab es nun wenigsten Tormöglichkeiten. Die erste durch Torsten Fitzi, der über rechts von Alexander Uphues bedient, den Ball knapp links am Tor vorbeisetzte. Den Draisern sollte eine Möglichkeit aus dem Spiel heraus nicht vergönnt sein und doch wären sie fast, nach einer missglückten Bogenlampe in Führung gegangen, hätte nicht Carsten Bornkessel, der wieder einmal einsprang, nicht hervorragend reagiert und den Ball im rückwärts laufen noch pariert. Die beste Chance des Spiels dann auf Seiten der Zweiten, nachdem Raiko Krützfeld auf der linken Außenbahn den Ball erobern konnte und ihn an Cornelius Kaufmann im Zentrum abgab. Dieser lief noch ein paar Meter und ließ, ohne jeden Ansatz, aus gut 30 Metern einen Schuss ab, den nur die Latte noch hinderte, im Winkel einzuschlagen.

Was jedoch dann folgte, passt zur gegenwärtigen Situation der Zweiten. Zwei Mal hätte man in der 75. Minute ausreichend Zeit gehabt, den Ball zu klären und beide Male gelingt dies nicht. Es war beinahe Slapstick und der Höhepunkt war erreicht, als 18 Meter vor dem Tor Hoppe an den Ball kam und diesen trocken zum 1:0 im Eck versenkte. Nun musste man wieder einem Rückstand hinterherlaufen und man war gewillt, noch ein Treffer zu erzielen. Doch es fehlt momentan einfach ein Zielspieler in der Spitze, der das Ding dann einfach auch mal macht. Die letzte Chance sollte dann auch symptomatisch sein. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Torsten Fitzi, der, eigentlich als Hereingabe gedacht, an Freund und Feind vorbeiflog und doch nur knapp das TSG-Gehäuse verpasste.

Wie immer kassierte man also die Niederlage gegen Drais. Ärgerlicher als die Tatsache an sich, war bestimmt das wie, denn es fehlte zu vielen Spielern an diesem Tag die richtige Einstellung und die nötige Spielintelligenz. So ist das Wort Abstiegskampf nun wieder Eines, dass man getrost in den Mund nehmen sollte und wer sich jetzt noch in Sicherheit denkt, hat leider die Zeichen noch nicht erkannt.