12.03.2017 FC Basara Mainz-TSVgg

A-Klasse Nord: FC Basara Mainz - TSVgg  Ergeb: 3:1

Generalprobe für Pokalspiel misslingt

Torfolge: 0:1 (3.Min) Philipp Mildner, 1:1 (42.Min), 2:1 (45.Min), 3:1 (50.Min)

Neun Tage vor dem mit Spannung erwarteten Pokalspiel ging es für die Erste im Ligaalltag bereits gegen den FC Basara Mainz. Die Mannschaft von Trainer Albert Hoppe ging, trotz der zuletzt so starken Leistung gegen Nackenheim, als Außenseiter in die Partie gegen den unangefochtenen Tabellenführer und designierten Aufsteiger. Im Vergleich zum letzten Spiel war Hoppe für diese Partie gezwungen, die erfolgreiche Aufstellung zu verändern, da mit Tim Antwerpes und Felix Hintsch zwei wichtige Pfeiler fehlten.

Hoppe gab bereits in der Trainingswoche die klare Vorgabe heraus, anders, als so viele andere Mannschaften der A-Klasse, sich nicht hinten einigeln zu wollen, sondern die Gastgeber früh und in ihrer eigenen Hälfte unter Druck zu setzen, damit deren brandgefährliche Offensive erst gar nicht zu häufig in Aktion treten konnte.

Vom Anpfiff weg startete das Spiel demnach mit einem Tempo, dass einem schwindlig werden ließ. Beide Mannschaften jagten sich einander und es herrschte für die ballbesitzende Mannschaft keine Ruhe. Eine erste Gelegenheit sollte sich dann für die Erste bereits nach zwei Minuten ergeben, als Marvin Kaulfuss von der linken Außenbahn bedient im Strafraum zum Abschluss kam, jedoch der Schuss gerade noch so von einem Basara-Verteidiger zum Eckball geblockt werden konnte. Zu diesem trat Nico Dannenberg an, der den Ball scharf hereingab und im Zentrum, nach einigem Durcheinander, der mit aufgerückte Philipp Mildner zum Abschluss kam und den Ball zum großen Jubel der Gäste im Tor einnetzte.

Ein frühes Tor, eine frühe Führung. Eigentlich ein Traum. Doch heute sollte man das Gefühl bekommen, dass dieses Tor für die restliche Partie eher kontraproduktiv war. Basara war durch den Rückstand sichtlich geschockt und es brauchte bei den Mainzern gut zehn Minuten, bis man sich wieder fing. Unerklärlich jedoch, warum auch die Erste nach dem Tor eine eher passive Spielweise annahm, anstatt zu versuchen, eine Vorentscheidung herbeizuführen. So wurde die Spielweise immer defensiver und somit genau so, wie es der Plan von Hoppe nicht vorgesehen hatte. Denn die Mainzer fingen sich wieder und wäre nicht ein glänzend aufgelegter Christopher Klonek im Tor, der zwei Mal im Eins gegen Eins überragend parierte, man hätte schon nach einer halben Stunde hinten gelegen. Zu dieser Zeit spielte fast ausschließlich Basara. Die Erste war nun vollends nur noch auf die Defensive beschränkt, entwickelte viel zu selten längere Ballbesitzzeiten und spielte über dem eine ganze Reihe von Fehlpässen, die einen guten Spielaufbau immer wieder kaputt machten.

So auch in der 41. Minute, als man auf der eigenen halblinken Seite nach einer Kurzpass-Stafette den Ball verlor, Basara schnell umschaltete, Keeper Klonek dieses Mal einen Hauch zu spät kam und den Basara-Stürmer von den Beinen holte. Ein Elfmeter, den man so bestimmt geben kann. Kapitän Hidaka trat an und, nach einigen Einlagen beim Anlauf versenkte er den Ball sicher zum Ausgleich.

Jetzt hieß es nur noch, unbeschadet in die Halbzeit zu kommen. Doch die Gastgeber wollten der Ersten diesen Gefallen nicht erfüllen und sollten nur vor der Pause in Führung gehen. Ein gut erspielter Aufbau über die rechte Offensivseite, eine Flanke ins Zentrum, wo Hidaka den Ball erst gekonnt abschirmte, ihn dann auf den aufgerückten Colon ablegte, der diesen per Direktschuss flach und mithilfe des Innenpfostens, ins Tor schoss.

Man wollte sich in der zweiten Halbzeit noch nicht geschlagen geben, doch waren natürlich diese beiden Tore innerhalb von zwei Minuten ziemliche Nackenschläge und es sollte nach der Pause noch schlimmer kommen, als Ishii in der 50. Minute nach einer Hereingabe von Links im Zentrum völlig frei stand und das 3:1 erzielen konnte. Drei Gegentore in sieben Minuten. Basara hatte mal eben gewirbelt und man merkte nun, dass es das wohl gewesen war. Zwar kam Vincent Reinke nach knapp einer Stunde, nachdem er sich vorher klasse durchgesetzt hatte, noch einmal frei vor den Torhüter der Gastgeber, jedoch scheiterte er.

In den letzten dreißig Minuten entwickelte sich ein Spiel, bei welchen man der Ersten schon anmerkte, dass sie noch wollte, aber viel gelingen wollte nach vorne nicht mehr. Aber auch Basara kam nicht mehr wirklich zu gefährlichen Aktionen und so verlor man am Ende, letztlich verdient, gegen den Tabellenführer, der völlig zu Recht da oben steht, mit 3:1. Es bleibt die Hoffnung und die Zuversicht, dass man im Pokal vielleicht noch einmal eine Schippe drauflegen kann. Wünschenswert wäre es.