B-Klasse Mainz-Bingen West (16. Spieltag): TSVgg Stadecken-Elsheim II - BFV Hassia Bingen II 0:4 (0:1)

Bingen eine Nummer zu groß

 

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Gilbrin, Hintsch T. (79., Rutsch), Kegler P., Sieben, Seifert (67., Dechent L.), Haar,
Lanzerath, Ahmed, Krützfeld (62., Fitzi), Fassel, Uphues

BFV Hassia Bingen II:
Brawitsch, Drossel, Frowein (46., Girla), Woog, Schneider, Moerbel, Kitia,
Marczalek, Ritzmann, Jaafar (59., Khoshaba), Leunissen

Tore:
0:1 Marczalek (9.), 0:2 Marczalek (70.), 0:3 Girla (76.), 0:4 Khoshaba (82.)

 

Florian Sieben I David Klose, Trainer von Klassenprimus Frei-Weinheim, wird nicht ganz unrecht haben, wenn er sagt, dass er die zweite Mannschaft des BFV Hassia Bingen auf Sicht des Saisonendspurt als einzig wahren Konkurrenten um die Meisterschaft sieht. Denn auch für die Mannschaft von Trainer David Wolf sollte sich die Hürde Hassia als zu hoch erweisen, trotz, dass man in der ersten Hälfte noch ein passables Spiel abgeliefert hatte.

Denn gegen den Favoriten aus Bingen legte man gut los, spielte von der Abwehr heraus einen guten Ball, verteidigte aggressiv und schaffte es immer wieder, wie Abwehrreihe der Gäste zu Fehlern im Aufbau zu zwingen und damit Ballverluste zu provozieren. Einzig: in absolut zwingende Tormöglichkeiten, gar in ein Tor konnte diese Überlegenheit nicht umgemünzt werden. Ganz anders die Binger, die eiskalt zuschlugen, nach einem Ballverlust von Jerome Haar über den pfeilschnellen Ritzmann konterten, dieser im Zentrum Marczalek bediente und der zum 0:1 einschießen konnte. Wieder ein frühes Gegentor. Etwas, das man noch verhindern wollte. Doch die Zweite Mannschaft zeigte Moral und spielte auch bis zur Halbzeit weiter überlegen, doch ohne Torerfolg.

War man in der Halbzeitpause dann noch zuversichtlich, nun noch einmal eine Schippe draufzulegen, zeigte sich mit dem Beginn der zweiten Hälfte die ganze Klasse der Binger. Mit Khoshaba und Girla wurden dort zwei Spieler mit absolutem Topniveau eingewechselt, die in der zweiten Halbzeit den Unterschied ausmachen sollten. Gerade Girla, bis zum Sommer noch Spieler der ersten Binger Mannschaft, war kaum vom Ball zu trennen. Doch zunächst hielt die Verteidigung um Daniel Seifert und Florian Sieben den Angriffen der Gäste noch stand, doch dann der doppelte Nackenschlag. Erst musste Daniel Seifert mit einem Muskelfasseris ausgewechselt werden. Für ihn ist das Fußballjahr 2016 beendet. Nur drei Minuten später dann der K.O. durch Marczalek, der mit seinem zweiten Treffer die Vorentscheidung brachte. Nun war die Gegenwehr spürbar gebrochen und Bingen legte nach. Ein zunächst abgewehrter Eckball landete in der 76. Minute vor den Füßen von Girla, der mit all seiner Klasse den Ball aus 18 Metern flach und unhaltbar in das linke Torwarteck einschoss. Wieder nur sechs Minuten später war es der quirlige Khoshaba, der sich auch noch in die Torschützenliste eintragen durfte und mit dem 0:4 den Endstand erzielte.

Die beste Chance der Zweiten dann in der Nachspielzeit, als der eingewechselte Lars Dechent nach einem Eckball per Kopf den Ball an den Pfosten setzte. Eine symptomatische Szene; es sollte einfach nicht sein.

So musste man sich letztlich klar geschlagen geben. Gerade die fußballerische Qualität der Binger in der zweiten Hälfte war ausschlaggebend, dass sie als Sieger vom Platz gingen und wahrscheinlich wirklich noch einmal ein Wörtchen mitreden werden im Kampf um den Aufstieg.