16.10.2016 SG Harxheim TSVgg

Auswärtsschwäche hält weiter an

SG 03 Harxheim – TSVgg Stadecken-Elsheim 6:3 (1:2)

SG 03 Harxheim: Laudert, Parotat, Altuntas, Blaum (19., Bakr), Weimer, Heinrich, Schirp M., Kessel, Bastian, Schirp J. (36., Serti; 51., Brantzen), Raab

TSVgg Stadecken-Elsheim: Klonek, Dechent S., Baumgärtner, Mildner (58., König), Klein, Antwerpes, Engemann (71., Hintsch T.), Wolf Y., Kaulfuss (81., Lanzerath), Reinke, Hadzipasic

Tore: 0:1 Baumgärtner (1.), 0:2 Reinke (8.), 1:2 Schirp M. (37.), 2:2 Weimer (56.), 3:2 Heinrich (61.), 4:2 Brantzen (66.), 4:3 Wolf Y. (67.), 5:3 Heinrich (81.), 6:3 Weimer (90.)

Besondere Vorkommnisse: Klonek (TSVgg Stadecken-Elsheim) hält Elfmeter von Heinrich (70., SG 03 Harxheim)

Nach dem Sieg gegen Budenheim, bei welchem man auch endlich mal wieder spielerisch überzeugen konnte, wollte man nun auch eine Woche später einen Sieg einfahren. Zwei Probleme sollten sich dem an diesem Tag in den Weg stellen: die notorische Auswärtsschwäche der Ersten und die SG 03 Harxheim, die spätestens in der zweiten Halbzeit ihre Klasse zeigten und eiskalt fünf Treffer in nur 45 Minuten erzielten.
Doch der Reihe nach. Anders, als in den letzten Spielen, wo man den Start jeweils noch verschlief, kam die an diesem Spieltag von Willi Wünsch betreute Mannschaft grandios aus den Startlöchern. Noch keine 60 Sekunden waren gespielt, da zappelte der Ball schon im SG-Gehäuse. Ein Eckball von Yannick Wolf verwertete der in die Startelf zurückgekehrte Philippe Baumgärtner im Zentrum, der den Ball locker einschieben konnte. Gerade einmal acht Minuten waren gespielt, als der Ball schon wieder im Netz der Gastgeber landete. Wieder war Yannick Wolf der Vorlagengeber, nachdem Tim Antwerpes geflankt hatte, Wolf den Ball ablegte und Vincent Reinke zum 2:0 einschoss.
Eine furiose Anfangsphase, in der alles zu gelingen schien. Die Erste zeigte ein gutes Umschaltspiel, ohne dabei die Abwehrarbeit zu vernachlässigen. Auch nach dem zweiten Tor schafften es die Harxheimer lange Zeit nicht, sich Tormöglichkeiten herauszuspielen. Ganz anders die TSVgg, welche sich nach einer halben Stunde nur den Vorwurf gefallen lassen musste, den Deckel noch nicht auf das Spiel gemacht zu haben. So vergab Kapitän Andreas Klein eine riesige Gelegenheit, als er am SG-Keeper scheiterte, Sven Dechent scheiterte per Kopf an der Latte und auch ein Fernschuss von Lenny Hadzipasic, vom Torwart abgelenkt, landete an der Querlatte.

Wie man es eben so kennt, wenn man selbst nicht trifft, macht es irgendwann der Gegner und so auch in diesem Spiel. Eigentlich mit der ersten Chance überhaupt gelang es Maximilian Schirp nach einer Flanke den Ball im Tor zum Anschlusstreffer zu versenken, der gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand war.

War man in diesem ersten Durchgang noch die klar überlegenere Mannschaft, so sollte sich dieses Blatt in den zweiten 45 Minuten komplett drehen. Harxheim wurde nun immer drückender, auch dadurch gestärkt, dass der Ersten nun immer mehr leichte Fehler unterliefen und man sich so selbst wieder und wieder in die Bredouille brachte. Das die fünf Treffer, welche die SG durch Brantzen und je durch einen Doppelpack von Heinrich und Weimer erzielen konnten, durch die Bank weg Geschenke der Ersten waren, tröstet dabei nur wenig, eigentlich gar nicht. Und selbst einen Elfmeter gab es noch für die Harxheimer, welchen Christopher Klonek, zugleich Verursacher, auch gleich noch parieren konnte. Zum zwischenzeitlichen 4:3 Anschlusstreffer konnte ich zwar noch Yannick Wolf in die Torschützenliste eintragen, doch waren die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt bereits so in ihrem Flow, dass auch dieser Treffer ihnen den Torhunger nicht nahm.

Auch wenn sie das letztliche 6:3, mit dem die SG 03 Harxheim nach 90 Minuten das Spielfeld verließ, sehr eindeutig anhört, so war mindestens ein Punkt, wenn nicht mehr, an diesem Sonntagnachmittag durchaus im Bereich des Machtbaren. Doch die mangelnde Chancenverwertung in der ersten Hälfte und eine sich in einen Rauschzustand spielende Harxheimer Mannschaft sollten dieses Vorhaben zunichte machen und so musste man sich, nachdem man 2:0 geführt hatte, auch dieses Mal auswärts geschlagen geben.