30.09.2016 VfL Frei-Weinheim-TSVgg II

B-Klasse: VfL Frei-Weinheim – TSVgg Stadecken-Elsheim    2:0 (1:0)

TORE 1:0 Anders (23.), 2:0 Kreuz (47.)

Niederlage gegen Spitzenreiter - Wolf dennoch zufrieden

Etwas merkwürdig muteten die Szenen eine halbe Stunde nach dem Abpfiff an. Gerade hatte die Zweite Mannschaft mit 0:2 im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer aus Frei-Weinheim verloren und dennoch: missmutige Gesichter suchte man weitestgehend vergeblich. Zufriedenheit war der vorherrschende Gemütszustand, hatte man dem VfL doch über 90 Minuten einen großen Abnutzungskampf beschert und dem Gastgeber alles abverlangt. Auch Trainer David Wolf zeigte sich nach dem Spiel mehr als zufrieden und nach der zweiten Niederlage in Folge zuversichtlich für die nächsten Aufgaben. 
Schwer genug war die Aufgabe mit dem absoluten Meisterschaftsfavoriten auch so schon gewesen, fielen dem Trainer mit Lukas Fassel und Torsten Fitzi in der Offensive, sowie Daniel Gilbrin für das Tor, wichtige Leute aus. Trotzdem fand Wolf eine Elf, der er sein absolutes Vertrauen schenkte und mit der er gewillt war, den Frei-Weinheimern, um ihre Offensivachse Bernd, Kull, Kreuz und Altemir, dem Besten, dass die B-Klasse wohl zu bieten hat, die Stirn zu bieten. Das sollte von Beginn auch besser klappen, als man dachte, brachte man den Tabellenführer doch in der eigenen Defensive arg ins Wanken und wäre beinahe durch Wolf sogar in Führung gegangen

Nach dieser ersten Offensivwelle kam dann jedoch auch der VfL immer besser in die Partie, in der sie es immer wieder versuchten, durch lange Bälle von Ex-Bundesligaspieler Markus Kreuz auf die von den Außenbahnen einlaufenden Christian Bernd und Johannes Kull zu gefährlichen Aktionen zu kommen. Zunächst hatte man diese beiden, wie auch Altemir, jedoch gut im Griff. Bis zur 23. Minute, als Kreuz von der linken Seite einen Freistoß scharf in den Strafraum bringen konnte, Bernd den Ball vor das Tor köpfte und Abwehrmann Anders den Ball über die Linie drückte. 1:0, zu diesem Zeitpunkt noch etwas schmeichelhaft, verdienten sich die Gastgeber die Führung bis zur Halbzeit, ohne jedoch, mit einem Pfostenschuss als Ausnahme, weiter Torgefahr auszustrahlen. Man selbst fand jedoch auch nur noch selten Zugang nach vorne und so fand das Spiel meistens zwischen den Strafräumen beider Mannschaften statt.
Für die zweite Hälfte wollte man noch einmal alles versuchen, den Ausgleich zu erzielen, um das Spiel wieder offener zu gestalten. Doch es sollte ganz anders kommen. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Kreuz seine Klasse unter Beweis stellte, den Ball dreißig Meter zentral vor dem Tor von Maximilian Simon erhielt, noch einige Meter machte und den Ball schließlich wie ein Strich im Winkel zum entscheidenden 2:0 versenkte.