11.09.2016 TSVgg II-FC Aksu Mainz

B-Klasse West: TSVgg II - FC AKSU Mainz  1:0  (0:0)

Fünfter Sieg in Folge festigt Tabellenplatz zwei

TSVgg Stadecken-Elsheim II: Gilbrin, Hintsch T., Hofmann E. (62., Rutsch), Seifert,                                                      Baumgärtner (46., Uphues), Kaluza (78., Ahmed), Wolf D., Haar,                                      Krützfeld, Fitzi, Hornke

FC Aksu Diyar Mainz:            Kilic, Tas, Pane (46., Rekic), Üzüm, Karasu, Ghamkhor, Yildirim,                                             Alija, Islami, Ghamkhor, Yayla (77., Sugecmez)

           

Tore:   1:0 Hornke (80.)

Fünftes Saisonspiel für die Zweite Mannschaft in der B-Klasse Mainz-Bingen West. Das dritte Heimspiel wartete auf das Team von Spielertrainer David Wolf und Gegner an diesem sommerlich heißen Sonntagmittag war sollte der Aufsteiger vom FC Aksu Diyar Mainz sein. Diese waren bislang noch nicht zufriedenstellend in die Spielzeit gestartet - sprach man doch vor der Saison vom direkten Aufstieg in die A-Klasse - und man holte erst drei Punkte aus den ersten vier Spielen. Die Zweite selbst spielt wohl den bisher besten Saisonstart, seit man in die B-Klasse aufgestiegen ist. Vier Spiele, vier Siege. Punktgleich mit dem Spitzenreiter aus Frei-Weinheim und bereits fünf Punkte Vorsprung auf den dritten Platz. Eine schöne Momentaufnahme, jedoch ist es in solch einem Moment umso wichtiger, dass Trainer David Wolf seine Jungs immer wieder erdet. Wie auch vor diesem Spiel, das man zwar jetzt als Favorit begann, Wolf jedoch stets betonte, dass der Gegner absolut ernst zu nehmen sei.

Demnach startete man auch in einer 4-4-1-1 -Formation recht defensiv eingestellt, wollte die Gäste kommen lassen, um dann mit Kontern zum Erfolg zu kommen. In der Folge entwickelte sich dann auch erst einmal ein Spiel, dass sehr von der Taktik geprägt war. Die Gäste waren von Beginn an leicht feldüberlegen, verfügte man doch über die besseren Einzelspieler. Doch konnten sie diese Feldvorteile nicht in Tore, ja nicht einmal in Torgelegenheiten ummünzen. Zu sehr wollte man den Ball förmlich in das Tor von TSVgg-Keeper Daniel Gilbrin hineintragen und das wusste ein um das andere Mal eine gut gestaffelte Abwehr zu verhindern. Viel besser verliefen die eigenen Offensivaktionen jedoch auch nicht. Zu ungeordnet und hektisch wurden die Möglichkeiten ausgespielt. Kapitän Torsten Fitzi war so zwar stets bemüht, sah sich jedoch zu oft allein auf weiter Flur und wusste sich mehrmals nur mit Distanzschüssen aus der Situation zu retten. Einen komplett geschenkten Tag erlebte auch Raiko Krützfeld, der sich auf seiner rechten Außenbahn überhaupt nicht durchsetzen konnte und wenn doch, er seine Bälle verstolperte.

So dümpelte ein von Taktik und Fehlern geprägtes Spiel so vor sich hin - bis kurz vor dem Halbzeitpfiff. Es lief bereits die Nachspielzeit, als die Gäste einen Freistoß kurz vor dem Strafraum zugesprochen kamen. Ein schöner Schlenzer, der an die Unterkante der Latte und anschließend auf die Torlinie ging. Kein Tor, so der Schiedsrichter!

Mit dieser Schrecksekunde ging es dann in die Halbzeit. Doch auch nach der Pause sollte sich das Spiel nicht ändern. Erst nach 70 gespielten Minuten sollte sich wieder etwas tun. Endlich konnte sich die Zweite häufiger aus der Defensive befreien und mehr eigene Offensivaktionen kreieren, von denen eine fast zum Torerfolg geführt hätte. Nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite, gelang es dem Gäste-Torwart nicht, den Ball endgültig zu klären und Timo Hintsch „zimmerte“ den Ball aus 16 Metern an das Lattenkreuz. Eine Chance, die wie ein Wachmacher wirken sollte. Man spürte nun, dass die Wolf-Truppe wieder an einen Sieg glaubte und nun auch so agierte.

80. Minute. Wieder ein Angriff über die rechte Seite, auf der dieses Mal Timo Hintsch nach vorne preschte, die Flanke ihm jedoch über den Schuh rutschte. Dachte man erst, die Gelegenheit sei nun vorbei, irrte man in diesem Glauben. Die verunglückte Flanke senkte sich hinter dem FC-Keeper gefährlich in Richtung Tor, prallte am Lattenkreuz ab und der mitgelaufene und bis dahin nicht wirklich in Erscheinung getretene Pascal Hornke stand da, wo eben ein Stürmer stehen und verwandelte zum viel umjubelten 1:0.

Noch 10 Minuten und Aksu Diyar warf nun noch einmal alles nach vorne. Jeder Spieler auf dem Platz ging in diesen letzten Minuten noch einmal an seine Grenzen. Doch letztlich, nach einer wiederum konzentrierten Defensivleistung, konnte man die knappe Führung über die Zeit retten und den fünften Sieg in Folge feiern.