B-Klasse Mainz-Bingen West (26. Spieltag): FC Basare Mainz - TSVgg Stadecken-Elsheim II 3:0 (2:0)

Japan-Kicker eine Klasse für sich

 

FC Basara Mainz:
Voggeneder, Shibuya, Tsugawa, Kostadinov, Takahashi, Ichimura, Hidaka,
Colon, Yasukawa, Sonoda (62., Ryan), Atug (72., Benkadir)

TSVgg Stadecken-Elsheim II:
Hofmann, Dechent L. (63., Odelga), Sieben, Wolf D., Haar, Kegler Ph.,
Hintsch T., Rutsch (55., Klein), Fassel (31., Krützfeld), Kegler P., Uphues

Tore:
1:0 Sonoda (5.), 2:0 Hidaka (23.), 3:0 Hidaka (55.)

 

Florian Sieben I Wenn einmal das Sprichwort „hier haben wir heute nichts zu verlieren“ gepasst hätte, dann zum Auswärtsspiel der Zweiten Mannschaft beim FC Basara Mainz. Die Gastgeber, vor zwei Jahren vom ehemaligen Mainz 05-Profi Shinji Okazaki mitgegründet, wird wohl den Durchmarsch von der C- in die A-Klasse gelingen. Momentan Tabellenführer und mit begnadeten Fußballern in ihren Reihen, war die tief im Abstiegskampf steckende Zweite Mannschaft natürlich krasser Außenseiter und hatte demnach „nichts zu verlieren“. Trotz allem wollte man das Spiel auch nicht herschenken und ordentliche Paroli bieten. Dieses Vorhaben sollte auch so weit gelingen, hätte Basara mit Takuya Hidaka den wahrscheinlich besten Spieler der B-Klasse in ihren Reihen. 21 Tore und 20 Assists standen vor dem 26. Spieltag für den zentralen Spieler des FC zu Buche und so viel sei gesagt sein, diese Konten sollten sich erhöhen.

Wieder einmal musste die Mannschaft von Trainer Willi Wünsch umstellen. Leider, so musste man früh feststellen, fehlte dadurch jegliche offensive Durchschlagskraft und so war man fast das gesamte Spiel in die Defensive gedrängt. Besser wurde das auch nicht gerade, als bereits nach gut einer halben Stunde Stürmer Lukas Fassel verletzt den Platz verlassen musste.

Immer wieder sah man sich einem geordneten Aufbau der Japaner ausgesetzt, die dann nach einigen Passstafetten und immer wiederkehrenden Positionswechseln meist über Hidaka das Spiel in die Spitze schnell machten und so versuchten, sich Möglichkeiten zu erspielen. Der Defensivverbund hatte alle Hände voll zu tun und trotz guter Arbeit gegen den Ball sollte bereits in der sechsten Spielminute das 1:0 für die Gastgeber fallen. Wieder war es Hidaka, welcher aus dem Zentrum heraus den Ball führte. Doch statt dieses Mal den Pass zu suchen, ging er selbst ins Dribbling, war nicht mehr vom Ball zu trennen und legte erst im Strafraum auf Ryuki Sonada - der erst vor wenigen Wochen aus Japan zu Basara stieß - ab, der dann keine Probleme mehr hatte, den Ball zu versenken.

Befürchtungen kamen nun auf, dass man an diesem Nachmittag eine richtige Klatsche beziehen würde. Zwar fiel bereits in der 26. Minute dann auch das 2:0 nach einen direkt verwandelten Freistoß  durch Kapitän Hidaka, doch in der Folge gelang es den Japanern bis zur Halbzeit kaum noch, gefährlich vor das TSVgg-Tor zu kommen. Einzig, bis auf einen Distanzschuss von Pierre Kegler brachte man Offensiv auch nichts zu Stande.

Mit dem 2:0 ging es in die Kabine. Auf eine Änderung des Spielverlaufs war nicht zu hoffen, doch wollte man möglichst ohne weiteres Gegentor bleiben und sich mit Anstand aus der Affäre ziehen. Das Zweite gelang, einen Gegentreffer, wieder ein direkter Freistoß durch Hidaka in der 55. Minute, musste man noch hinnehmen. Doch dabei blieb es dann auch. Zwar blieb Basara immer gefährlich, aber die letzten 35 Minuten konnte gut verteidigt werden und so der Spielstand in einem Rahmen gehalten werden.

Klar verloren, keine wirkliche Chance gehabt. Doch alles negativ zu sehen, wäre hier nun auch falsch. Basara konnte nie der Anspruch der Zweiten Mannschaft sein und gerade Defensiv konnte man gut dagegenhalten. Die Japaner werden ihren Weg in die A-Klasse gehen und mit dem Potenzial, das in der Mannschaft steckt, muss das nicht einmal das Ende der Fahnenstange sein. Für die Zweite hingegen gilt es, bei den Gegner auf Augenhöhe wichtige Dreier einzufahren, um das Ziel Klassenerhalt vielleicht doch noch erreichen zu können.