10.04.2016 SpVgg Gau-Algesheim-TSVgg

Herber Rückschlag dämpft Stimmung

SpVgg Gau-Algesheim – TSVgg Stadecken-Elsheim 2:1 (1:0)

SpVgg Gau-Algesheim: Dreßler, Weyrich, Christ, Michel, Friedl (46., Donart J.), Jantz (63., Mahr), Schnell, Wybrinietz, Kull, Donart L., Schreeb (90. Veith)

TSVgg Stadecken-Elsheim: Klonek, Hintsch F., Engemann (72., Hadzipasic), Sinock, Mildner (46., Hintsch T.), Mohr, König (72., Wolf D.), Mahmoud, Wolf Y., Kaulfuss, Reinke

Tore: 1:0 Wybranietz (8.), 1:1 Wolf D. (80.), 2:1 Kull (85.)

Spiele gegen den Gegner aus Gau-Algesheim: das waren noch in jüngster Zeit Matches auf einem Niveau, bei denen es immer hoch herging. So auch noch im Hinspiel, als man ein Spiel für Fußballromantiker zu sehen bekam, welches für das Team von Albert Hoppe jedoch letztlich mit einem 4:4 enttäuschend endete. Die Vorzeichen vor dem Rückspiel waren jedoch gänzlich andere. Die Gastgeber waren in den Vorwochen in einen Strudel von Niederlagen und damit tief in die Abstiegszone gerutscht. Der negative Höhepunkt dann eine Woche zuvor, als man gegen den VfR Nierstein mit 2:12 böse unter die Räder geriet. Auf dem Papier war die Partie gegen die TSVgg also eine klare Angelegenheit und man wollte auch unbedingt als Sieger vom Platz gehen, um weitere drei Punkte im Aufstiegskampf sammeln zu können. So ging man als Favorit in die Begegnung, was man auch zugleich merkte. Gefühlt hatte man über die 90 Minuten hinweg 80-90 Prozent Ballbesitz, während die SpVgg einzig das Ziel verfolgte, gewonnene Bälle nach vorne zu schlagen, um dort mit Stürmer Johannes Kull ihren besten und auch schnellsten Stürmer zu finden. Leider festzuhalten bleibt: zwei Mal war diese Methode von Erfolg gekrönt. Mit den einzigen beiden Chancen des Spiels für die Gastgeber konnte Kull das erste Tor vorbereiten und beim Zweiten dann selbst vollenden. Schnelle Konter der Spieler aus Gau-Algesheim, denen man nichts entgegenzusetzen hatten.

Mit Silas Große Böckmann, Tim Antwerpes und Andreas Klein fehlten auch an diesem Spieltag wichtige Spieler, doch war man eigentlich immer noch stark genug aufgestellt, um das Spiel erfolgreich bestreiten zu können.

Das Spiel war, wie bereits beschrieben, unter Kontrolle. Man erarbeitete sich Chancen, welche aber nicht genutzt werden konnten. Zwar spielte man in den ersten beiden Dritteln noch ganz gefällig, doch im Letzten vor dem Tor wurde es meist ungenau, was einen Torabschluss schwer machte. Nichtsdestotrotz war es allein Vincent Reinke, der mit zwei Schüssen an den Pfosten denkbar knapp scheiterte. Ein Tor schossen dann die in der achten Minute die Gau-Algesheimer. Nach einem langen Ball fehlte es an der Absprache in der Innenverteidigung und der Ball konnte zu Kull durchlaufen, der alleine auf Keeper Christopher Klonek zulaufen kann, auf den mitgelaufenen Patrick Wybranietz quer legt, der dann nur noch einzuschieben brauchte. Die TSVgg ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und tatsächlich lag über die komplette Spielzeit immer ein Tor in der Luft. Einzig: es wollte nicht fallen. Und so ging es mit einem unverdienten 1:0 in die Halbzeit.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb man spielbestimmend und erzielte sogar ein Tor durch Marvin Kaulfuss, welches der Schiedsrichter, aus nicht ganz ersichtlichen Gründen, zurückpfiff. Zur 70. Minute dann zwei offensive Wechsel, die auch gleich ihren Effekt erzielen sollte. Gerade der ins Spiel gebrachte David Wolf machte über seine rechte Außenbahn gleich wieder Dampf und war es dann auch, der nach 80 Minuten endlich den erlösenden Ausgleich erzielte. Die Gastgeber schienen nun angeschlagen, das Führungstor nur eine Frage der Zeit. Doch fehlte wieder die Cleverness, es cool auszuspielen. In der 85. Minute dann aus dem nichts ein Ballverlust im Zentrum,  langer Ball auf den immer wieder lauernden Kull, welcher zum 2:1 einschieben konnte. Wieder war Christopher Klonek chancenlos.

Gleichbedeutend war das auch der Endstand. War der Sieg noch so unverdient, muss man doch die Effizienz der SpVgg anerkennen. Ein alles in allem bitterer Sonntag, war diese Niederlage doch ein ziemlicher Dämpfer im Aufstiegsrennen.