03.04.2016 TSVgg-TSV Mommenheim

Erste bleibt nach Topspiel im Aufstiegsrennen

TSVgg Stadecken-Elsheim – TSV Mommenheim 3:1 (0:1)

TSVgg Stadecken-Elsheim: Klonek, Antwerpes, Engemann (70., Wolf D.), Sinock, Mildner, König (70., Mahmoud), Hintsch F., Große Böckmann, Wolf Y., Kaulfuss, Reinke

TSV Mommenheim: Berschet, Kerlin, Klein, Winters, Schott (53., Müller), Paul, Göbig D., Göbig M. (64., Pektas), Heise, Martens (30., Acar), Liebisch

Tore: 0:1 Göbig M. (34., FE.), 1:1 Reinke (48.), 2:1 Kaulfuss (85.), 3:1 Mahmoud (90.+2)

Zwei Wochen ohne Erstmannschaftsfußball. Eine Leidenszeit, die mit dem Heimspiel gegen die TSV Mommenheim endlich ein Ende fand. Die Ausgangslage: noch acht Spiele und fünf Punkte Rückstand auf den SV Italclub und den dazugehörigen Relegationsplatz zwei. Ein Umstand, welcher bis zum Ende des Spieltags in Bewegung kommen sollte.

Doch in Fahrt kommen sollten erst einmal die Gäste aus Mommenheim. Viele Räume boten sich ihnen und so kamen sie in der ersten Halbzeit gut in das Spiel. Der Mannschaft von Albert Hoppe gelang es nicht, ein Mittel gegen die aggressiv pressenden Mommenheimer zu finden, die so besser in die Zweikämpfe kamen und diese auch mehrheitlich für sich entscheiden konnten. Man sollte nicht überdramatisieren, doch es war schon eine der schlechteren Halbzeiten der Ersten in dieser Saison und man hätte sich nicht beklagen dürfen, hätte man nach 45 Minuten schon das eine oder andere Gegentor gefangen. Das eine, das man sich bis zur Pause noch fing, war dann aber mehr als umstritten. Es lief wieder einer der vielen Angriffsversuche der Gäste über die rechte Angriffsseite. Zwischen dem Ballführenden Maurice Göbig und Verteidiger Benedict Sinock kommt es innerhalb des Strafraums zum Zweikampf und der TSV-Stürmer fällt, jedoch ohne Gegnerkontakt. Der Schiedsrichter, auf beiden Seiten an diesem Tag nicht immer auf Augenhöhe, ließ sich davon jedoch täuschen, pfiff und zeigte auf den Punkt. Der Ärger und die Reklamationen waren groß, jedoch nutzlos und so war es der gefoulte selbst, welcher in der 34. Minute zum dennoch verdienten 0:1 einnetzte. So dramatisch das jetzt alles klingen mag. Trotz der sichtbaren Überlegenheit der Gäste, kam auch die Hoppe-Truppe zu ihren Möglichkeiten und hätte nach hochkarätigen Chancen von Yannick Wolf, der zwei Mal an dem überragend spielenden Berschet scheiterte, Tim Antwerpes, Marvin Kaulfuss und Kai König es mehrmals, ein oder mehrere Tore zu erzielen.

Doch so ging es mit einem verdienten 0:1 in die Halbzeitpause, in der Trainer Albert Hoppe noch einmal gehörig auf sein Team einwirkte, um aufzuzeigen, dass sie es besser können und es für die zweite Hälfte nun endgültig wachrüttelte.

Und es dauerte gar nicht lange, bis den Worten Taten folgen sollten. Sofort nahm man das Zepter des Spiels nun in die eigene Hand und bereits in der 48. Minute sollte der Ausgleich fallen. Torschütze war der nach Urlaub zurückgekehrte Vincent Reinke, der wieder einmal massig Kilometer runterspulte und nach einem mustergültigen Freistoß des nach seiner Verletzung ebenfalls in der Startelf zurückgekehrten Kai König und der Verlängerung durch Marvin Kaulfuss den Ball am langen Pfosten freistehend einschieben konnte.

Von den Mommenheimern war nun gar nichts mehr zu sehen und man wurde das Gefühl nicht los, dass ihnen schon frühzeitig mächtig die Puste ausging. Doch spielte es die TSVgg erst einmal ruhig weiter, sicher dem Bewusstsein, dass man noch die Chance auf einen weiteren Treffer bekommen sollte.

In der 70. Minute dann der Doppelwechsel und ein kleines Kuriosum. David Wolf, in ähnlicher Manier wie einst Günther Netzer, wechselte sich quasi selbst für Kai Engemann ein und Esmail Mahmoud wurde für den entkräfteten Kai König, der nach seiner langen Verletzung ein sehr gutes Comeback gab, eingetauscht. Es sollten die Wechsel sein, welche den Sieg bringen sollten und gerade einmal mehr David Wolf war es, der die nächsten Minuten auf der rechten Außenbahn bestimmen sollte. Spielte er anfangs er noch seine direkten Gegenspieler mit schönen Körpertäuschungen schwindelig, sollte er sich im weiteren Verlauf noch an zwei Toren beteiligen. Dauern sollte es aber dann doch bis zur 85. Minute, bis das erlösende 2:1 fiel. Ein Angriff, wie auf dem Reisbrett geplant. Ausgehend von Benedict Sinock, wurde der Ball über rechts von Tim Antwerpes durch die Schnittstelle auf den einlaufenden David Wolf gespielt, der an der Grundlinie stehend den Ball im Zentrum auf Marvin Kaulfuss flankte, der seiner Pflicht als Stürmer nachging und überlegt ins Tor einschob.

Das Spiel war nun gelaufen, die Gäste ergaben sich in ihr Schicksal und in der 93. Spielminute gelang es sogar, noch das 3:1 zu erzielen. Man wähnte sich in einer Schleife, nur war es nach David Wolfs Vorlage dieses mal der ebenfalls eingewechselte Esmail Mahmoud, der im zweiten Versuch den Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Partie setzte.

Drei Punkte gewonnen, letztlich auch verdient, war man nach ganz schwacher erster Halbzeit doch umso stärker zurückgekommen und hat letztlich dem Gegner aus Mommenheim, der schließlich auch noch bis zu diesem Tag ein Auge auf den Relegationsplatz geworfen hatte, deutlich geschlagen. Umso größer wurde die Freude noch, als die Nachricht eintraf, dass der SV Italclub nur Remis gespielt hatte und man somit den Rückstand von fünf auf drei Punkte reduzieren konnte. Es warten weitere spannende Wochen und es bleibt wohl bis zuletzt ein spannender Kampf um die Plätze.