28.02.2016 FSV Oppenheim-TSVgg

Der Anfang ist gemacht

FSV Oppenheim – TSVgg Stadecken-Elsheim 2:6 (0:3)

FSV Oppenheim: Danner, Joist, Schwarz, Wagner N. (46., Deparade), Wagner J., Masche (46., Gill), Rech, Sattler, Bronder, Weiss, Lurkin (57., Florio)

TSVgg Stadecken-Elsheim: Klonek, Engemann, Dickescheid (46., Hintsch F.), Sinock, Mildner, Klein, König (71., Wolf Y.), Mohr, Kaulfuss, Reinke (Wolf D.), Mahmoud

Tore: 0:1 Mahmoud (12.), 0:2 Mahmoud (16.), 0:3 Kaulfuss (28.), 1:3 Bronder (63.), 1:4 Mohr (76.), 2:4 Rech (78.), 2:5 Wolf Y. (87.), 2:6 Kaulfuss (90.)

Nach einer nahezu reibungslos abgelaufenen Vorbereitung war man an diesem 19. Spieltag gespannt und erwartungsfroh, wie man das erste Pflichtspiel des Jahres 2016 bestreiten würde. Nur drei Punkte Rückstand standen auf den zweiten Platz zu buche, welcher die Aufstiegsspiele bedeuten würde. Mit dem FSV Oppenheim wartete jedoch ein Gegner, welcher ebenfalls auf diesen schielt und den man in der Hinrunde im Kerbespiel nur denkbar knapp besiegen konnte.

Allen Befürchtungen zum trotz, fehlten Trainer Albert Hoppe schließlich mit Philippe Baumgärtner, Tim Antwerpes, Torben Emmerich und Silas Große Böckmann doch einige seiner Spieler, konnte die Erste Mannschaft das Zepter auf einem gut zu bespielenden Kunstrasen in Oppenheim schnell in die Hand nehmen. Gerade die neu formierte Abwehrreihe um Kai Engemann, Daniel Dickescheid, Benedict Sinock und Philipp Mildner löste ihre Aufgabe von Beginn an mehr als ordentlich. So konnte der Fokus von Beginn aus dieser geordneten Defensive heraus auf das Offensivspiel gelegt werden und es gelang schon früh, einige gute Möglichkeiten zu kreieren. Zum ersten Mal belohnt wurde dieses Kreativspiel in der 12. Spielminute, als Kai Engemann herrlich über die rechte Außenbahn freigespielt werden konnte und dieser den auf dem langen Pfosten postierten Kai König mustergültig bediente. Wurde dessen Kopfball noch vom Torhüter der Gastgeber gehalten, hatte dieser gegen den Nachschuss von Esmail Mahmoud keine Chance mehr und das mehr als verdiente 0:1 war erzielt. Nur vier Minuten später war es wiederum Mahmoud, welcher sich zum Torschützen aufschwang. Das 0:2 fiel nach einem Eckball von Kai König und Esmail nickte den Ball am kurzen Pfosten vorbei am Keeper der Oppenheimer ins gegnerische Tor.

Im weiteren Verlauf blieb man in der Grundordnung gut gestaffelt, musste jedoch nach zwei langen Bällen in die Spitze auch Abschlüsse der bis dahin enttäuschend schwach aufspielenden Oppenheimer hinnehmen. Doch schon diese waren Warnsignal genug für die Elf von Albert Hoppe und man brachte nun wieder mehr Kontrolle in das Spiel. Dies gelang und das 0:3 lag in der Luft. In der 28. Minute fiel es dann auch, nachdem Marvin Kaulfuss einen von Daniel Dickescheid eroberten und in die Spitze gespielten Ball gedankenschnell erlaufen konnte und im folgenden 1:1 dem Torwart des FSV keine Chance ließ. Fast eine Kopie dieser Situation dann noch einmal Sekunden vor der Pause, doch dieses Mal war Kaulfuss nicht vergönnt, seinen zweiten Treffer des Tages zu markieren und so ging es, nach einer bis dahin schon guten Leistung mit einem 0:3 in die Halbzeit. In dieser wies Albert Hoppe seine Mannschaft noch eindringlich an, den Gegner nun auch nicht wieder in das Spiel kommen zu lassen und weiter Druck auszuüben. Leider musste ein bis dahin gut aufgelegter Daniel Dickescheid verletzungsbedingt in der Kabine bleiben. Felix Hintsch nahm seinen Platz ein.

Die erste viertel Stunde der zweiten Halbzeit passierte im Folgenden wenig, doch sollten diese Minuten nur der Vorlauf sein für eine nochmals torreiche Schlussphase. Den Beginn machten die Gastgeber. Ein Freistoß von FSV-Kapitän Bronder, mehr als Flanke gedacht, wurde immer länger und segelte über Freund und Feind hinweg in den Kasten der Gäste - 1:3. Noch einmal neue Hoffnung für die Oppenheimer? Mitnichten! Zwar brachte der Treffer noch einmal für etwa 13 Minuten Unruhe in das Spiel, doch spielte es die Erste Mannschaft dann wieder sicher und in der 76. Spielminute war dieses Mal auf Seiten der Gäste Kapitän Pierre Mohr, welcher nach einer Ecke von Andreas Klein den Ball per Kopf in das Gehäuse der Gastgeber zum viel umjubelten 1:4 wuchtete. Ein wenig mehr Sicherheit, doch nicht für lange Zeit, denn es brauchte nur zwei Minuten, bis die Oppenheimer wieder zurückschlugen und noch einmal herankamen. Nach einem abgewehrten Eckball des FSV war es Rech, welcher aus dem Rückraum den Ball mit einem Gewaltschuss in die Maschen schoss. Unhaltbar für Christopher Klonek, welcher aber noch die Möglichkeit bekommen sollte, sich auszuzeichnen, als er zunächst einen Weitschuss parieren und dann eine 1 gegen 1 –Situation für sich entscheiden konnte. Mit diesen Paraden und der ablaufenden Uhr wurde der Widerstand der Gastgeber geringer, es öffneten sich noch einmal Räume und damit auch Möglichkeiten auf Torabschlüsse. Eine davon nutzte in der 87. Minute der eingewechselte Yannick Wolf, welcher eine Hereingabe von Vincent Reinke zum 2:5 verwerten konnte. Das war nun natürlich die Entscheidung, doch noch nicht das Ende. Für dieses sorgte noch einmal Goalgetter Marvin Kaulfuss in der Nachspielzeit, als per Nachschuss einen von Andreas Klein getretenen Freistoß in das Tor der Oppenheimer zum 2:6 -Endstand einschießen konnte.

Letztlich ein völlig verdienter Sieg der Ersten Mannschaft, welche Offensiv zu jeder Zeit gefährliche Aktionen kreieren konnte und in der Defensive, durch eine kompakte Staffelung, nur wenig brenzlige Situationen zuließ. Zwar hatte man in dem ein oder anderen Moment auch Mal etwas Glück, oder durfte sich bei einem gut aufgelegten Christopher Klonek bedanken, in der Summe war der Sieg gegen einen direkten Konkurrenten aber nie wirklich gefährdet.