08.11.2015 SpVgg Essenheim-TSVgg

A-Klasse: SpVgg Essenheim - TSVgg  Ergeb: 3:1 (2:0)

Derbyniederlage zum Hinrundenabschluss

SpVgg Essenheim: Kleila, Schneider, Federowski, Haag, Fiessler, Rheingans (70., Wiebe), Heinze (83., Schönig), Planer, Mentz, Tscheuschner, Preywisch (60., Mayer)

TSVgg Stadecken-Elsheim: Klonek, Mildner, Sinock, Baumgärtner, Antwerpes, König (46., Hadzipasic), Reinke (89., Engemann), Mohr, Hintsch F., Kaulfuss, Wolf Y.

Tore: 1:0 Haag (10.), 2:0 Heinze (25.), 2:1 Mohr (52.), 3:1 Fiessler (85.)

Gelb-Rote Karte: Baumgärtner (TSVgg Stadecken-Elsheim, 78., wiederholtes Foulspiel)

Kaulfuss (TSVgg Stadecken-Elsheim, 90., Meckern)

Das letzte Spiel der Hinrunde stand an und sollte mit dem Derby gegen die SpVgg Essenheim ein würdiges Ende finden. Bestrebt war die Mannschaft von Albert Hoppe, den mitgereisten Fans einen Sieg zu schenken und damit eine bislang gute Hinrunde erfolgreich abzuschließen. Doch auch mit einem Blick auf die letzten drei Spiele des Kalenderjahres 2015 wäre das Holen eines Sieges von immenser Bedeutung gewesen, lauten doch die nächsten Gegner: Budenheim, Italclub Mainz und Türkgücü Mainz.
In das Spiel hinein fanden jedoch besser die Gastgeber aus Essenheim herein. Auf Seiten des TSVgg wurden zu viele Fehlpässe gespielt, Zweikämpfe wurden entweder nicht früh genug angenommen, oder dann nicht in letzter Konsequenz geführt und verloren und so konnte der für das Spiel so wichtige Ballbesitzfußball nicht kreiert werden. Die Essenheimer spielten da besser, vor allem: effizienter. Konnte man selbst in der ersten Hälfte die eine oder andere gute Möglichkeit verbuchen, diese jedoch nicht zu einem Tor ummünzen, kamen die Gastgeber gerade zwei Mal für das Tor von Keeper Christopher Klonek, jedoch mit Erfolg. Nach teils krassen Fehlern war es nach zehn Minuten zunächst Haag, welcher die SpVgg in Führung brachte, ehe Heinze in der 25. Spielminute sogar noch auf 2:0 erhöhen konnte.

Zu allem Überfluss kam nun auch noch Pech dazu, wurde dem Team vom Albert Hoppe zunächst nach einem Handspiel im Strafraum der Essenheimer ein klarer Elfmeter durch den Schiedsrichter verweigert, bevor dann auch noch Vincent Reinke, welcher alleine auf das gegnerische Tor zulief, wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde, was sich ebenfalls als falsch herausstellen sollte.

Am Ergebnis änderte sich nichts mehr und es ging mit einem für den TSVgg ernüchternden 2:0 in die Kabine.

Aus dieser kam man etwas besser in das Spiel zurück und es sollte nicht lange dauern, bis man dies auch am Ergebnis festmachen konnte. 52. Minute, ein Freistoß circa 45 Meter vor dem Essenheimer Tor getreten von Phillipe Baumgärtner, fand im Strafraum mit Kapitän Pierre Mohr seinen Abnehmer, welcher diesen mit dem Kopf zum Anschluss einnicken konnte.
Man war nun besser im Spiel. Durch ein sortierteres Spiel war man nun in der Lage, den Ball besser in den eigenen Reihen zu halten und man konnte die Gastgeber nun tief in die eigene Hälfte drängen. Das Drängen um den Ausgleich wurde nun größer. Chancen waren da, die größte wohl durch Yannick Wolf. Zudem wurde ihm ein weiterer Elfmeter durch den Schiedsrichter verweigert, nachdem er von einem Verteidiger der Gastgeber im Strafraum gefoult worden war. Doch es half alles nichts und ab der 75. Minute nahm das Spiel dann den Lauf, welchen in solchen Situationen eben so häufig nimmt.

War man zuvor schon mit einer aggressiven Spielweise in das Derby gegangen, musste man sich in der 78. Minute in Person von Philippe Baumgärtner, nach seinem zweiten gelbwürdigen Foul die Ampelkarte abholen. Trotz der nun entstandenen Unterzahl öffnete man trotzdem die hinteren Reihen, bot damit der Spielvereinigung jedoch Räume, welche diese an diesem Tag mit einer brutalen Effizienz auch zu nutzen wussten und in durch einen Konter in der 85. Minute durch Fiessler mit dem 3:1 endgültig den Deckel auf das Spiel setzten.

Trauriger Höhepunkt eines vollkommen geschenkten Tages war dann noch, dass sich auch Stürmer Marvin Kaulfuss, nachdem er gemeckert hatte, ebenfalls einen Platzverweis abholte und man das Spiel letztlich mit nur noch neun Spielern beenden musste.

Unter dem Strich: ein Sonntag, welchen man lieber ganz schnell vergessen sollte. Eine eher blamable Leistung gegen keineswegs bessere, jedoch effizientere Essenheimer, welche den Sieg letztlich wohl einfach etwas mehr wollten. Selbst sollte man sich schnellstens wieder auf die eigenen Stärken besinnen, sonst wird es bis zur Winterpause schwer, gegen starke kommende Gegner noch einen Punkt zu holen.