27.09.2015 TSVgg-SV Gau-Algesheim

 

Drei Kaulfuss-Tore reichen nicht zum Sieg

TSVgg Stadecken-Elsheim – SV Gau-Algesheim 4:4 (4:2)

TSVgg Stadecken-Elsheim:  Klonek, Dechent, Engemann, Antwerpes, Hadzipasic,                                                    Hintsch T., Mohr, Mildner (87., Dressler), Kaulfuss, König                                           (60., Hintsch F.), Sinock

SV Gau-Algesheim:               Schaffer (75., Veith), Donart J., Michel, Hassemer                                                          (90., Schreeb), Berlenbach, Christ, Mohr (50., Mahr), Kull,                                           Donart L., Gerhard, Wybranietz

Tore:              1:0 Kaulfuss (7.), 1:1 Kull (19.), 2:1 Kaulfuss (22.), 3:1 Kaulfuss (28.),                                   3:2 Christ (30.), 4:2 Mohr (33.), 4:3 Donart L. (50.), 4:4 Donart L. (83.)

Rote Karte:    Sinock (75., Tätlichkeit)

Ein Spiel gegen Gau-Algesheim versprach schon immer, ein heißes Spiel zu werden. Und auch an diesem Sonntag sollte keiner enttäuscht werden.

Die erste Mannschaft hat nach einem schlechten Start in die Saison endlich Fuß gefasst und konnte aus den letzten vier Begegnungen zehn Punkte einfahren. Als Favorit ging man also in das Spiel gegen die Spielvereinigung und alle waren voller Tatendrang, den nächsten Dreier zu holen.

Doch das Spiel begann für die Männer von Albert Hoppe schleppend. Ein Zustand, welcher jedoch schon nach sieben Minuten abgelegt werden konnte, als der momentan hervorragend aufspielende Marvin Kaulfuss nach Vorlage von Timo Hintsch das 1:0 erzielen konnte. Ein guter Start, jedoch ließ auch Gau-Algesheim sich nicht lange bitten und konnte bereits nach 19 Minuten und einigen Unachtsamkeiten in der Hintermannschaft des TSVgg durch Johannes Kull ausgleichen. Wäre dies zu Beginn der Saison nun ein negativer Knackpunkt für die Mannschaft gewesen, reagierte sie heute genau richtig und schon drei Minuten später war es wieder Marvin Kaulfuss, welcher nach einem Eckball von Kai König das 2:1 erzielte. Damit aber nicht genug. Der nun nicht zu stoppende Stürmer ließ sich im Anschluss nicht lumpen und konnte in der 28. Spielminute sogar auf 3:1 erhöhen. Doch damit nicht genug in der ersten halben Stunde. Nun waren die Kicker aus Gau-Algesheim wieder an der Reihe und wieder nur zwei Minuten nach dem 3:1 konnte Nikolai Christ den Anschlusstreffer für seine Mannschaft markieren, nachdem er eine Flanke freistehend aus sechs Metern gekonnt per Kopf verwerten konnte. Den Schlusspunkt einer verrückten ersten Halbzeit setzte dann Kapitän Pierre Mohr, welcher in der 33. Spielminute, wiederum nach einer Ecke von Kai König, den Ball einschieben und den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen konnte.

Mit dem verrückten Ergebnis von 4:2 ging es also in die Halbzeitpause, welche Spieler, wie auch die Zuschauer erst einmal brauchten, um den Puls wieder etwas senken zu können. In der Kabine lautete der Vorsatz nun, den Sack so schnell wie möglich zu machen zu können.

Dies sollte aber nicht gelingen, verpennte man doch vom Start weg die zweite Hälfte und so konnte Gau-Algesheim schon fünf Minuten nach Wiederanpfiff durch Lars Donart wieder den Anschluss erzielen. Ohne Grund hörten die Mannen von Albert Hoppe nun auf zu spielen, ließen sich viel zu weit in die eigene Hälfte drängen und zeigten sich in ihren Aktionen plötzlich ängstlich. Ein unerklärlicher Vorgang, welcher Folgen haben sollte. Der Gegner kam nun immer besser in das Spiel hinein und in der 75. Spielminute sollte die wohl spielentscheidende Szene ihren Lauf nehmen. Hatten die Spieler der Spielvereinigung das ganze Spiel über eine harte Gangart an den Tag gelegt, ließ sich nun der sonst so besonnene Benedict Sinock nach einer Provokation des Gegners zu einer Tätlichkeit hinreißen und musste mit der Roten Karte im Gepäck vorzeitig das Spielfeld verlassen. Mit nun nur noch zehn Spielern wurde es noch einmal schwerer, da die Gau-Algesheimer noch einmal den Druck erhöhten und sich in der 83. Minute mit dem zweiten Tor von Lars Donart und dem damit verbundenen Ausgleichstreffer belohnten. Erst jetzt wachte die Erste wieder auf und wollte den Sieg auf den letzten Metern noch erzwingen. Und beinahe wäre dies sogar noch gelungen, hatte man noch zwei große Gelegenheiten. Doch es fiel kein Tor mehr und so endete ein verrücktes und aufregendes Spiel letztlich mit 4:4.

Unter dem Strich ist dieses Ergebnis für unsere Erste eine gefühlte Niederlage, da man die klar bessere Mannschaft war und es einzig nicht verstand, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Zum zweiten Mal hintereinander verspielt man einen Vorsprung von zwei Toren und man kann sich nur vorstellen, wie die Mannschaft tabellarisch stehen würde mit vier Punkten mehr. Doch das ist der eben der Konjunktiv. Realität bleiben fünf ungeschlagene Spiele in Serie. Eine gute Bilanz, auch wenn an diesem Tag der Frust und die Enttäuschung etwas überwogen.