20.09.2015 TSV Mommenheim-TSVgg

Ein Punkt gewonnen - und doch enttäuscht

TSV Mommenheim – TSVgg Stadecken-Elsheim 2:2 (0:0)

TSV Mommenheim: Berschet, Kerlin, Kraffert, Rapp, Paul, Gräber (46., Kropp), Atug (61., Ringelstein), Nützel, Göbig D., Göbig M., Heise (61., Schuhmacher)

TSVgg Stadecken-Elsheim: Klonek, Sinock, Dechent, Engemann, Antwerpes, Hadzipasic, Köberich (81., Wolf), Mohr (68., König), Mildner, Kaulfuss (89., Hintsch T.), Große Böckmann

Tore: 0:1 Kaulfuss (47.), 0:1 Hadzipasic (52.), 1:2 Nützel (64.), 2:2 Paul (84.)

Kerb am achten Spieltag in Mommenheim und 260 Zuschauer, welche einen perfekten Rahmen für ein Spitzenspiel der A-Klasse bildeten. Aufeinander trafen der zweitplatzierte Gastgeber des TSV Mommenheim und unsere erste Mannschaft, welche seit nunmehr drei Ligaspielen keinen Punktverlust mehr hinnehmen musste und dementsprechend motiviert waren, diese Serie auszubauen.

Doch vom Beginn weg kam die Mannschaft von Albert Hoppe nur schwer in das Spiel hinein. Es gelang nicht, die Spielkontrolle zu übernehmen und auch das in den letzten Partien so gepriesene Aufbauspiel kam ein ums andere Mal frühzeitig ins stocken. Ganz anders der Gastgeber, welcher sich in der ersten Hälfte Chance um Chance erspielen konnte, mit Pressing und Gegenpressing agierte und so klare Feldvorteile vorweisen konnte. Einzig: ein Tor wollte auch ihnen bis zur Halbzeit nicht gelingen. Das der Gast bis zur Halbzeit nicht doch noch die Chance auf ein Tor bekam, lag auch am Unparteiischen, welcher ein klares Foulspiel eines Mommenheimer Abwehrspielers innerhalb des Strafraumes an Tim Antwerpes nicht sah und so nicht den fälligen Strafstoß gewährte.

Und so ging es torlos in die Pause, was für beide Mannschaften auf ihre Weise schmeichelhaft war. Für die Unsere, weil sie schließlich nicht zwingend in ihrem Aktionen werden konnte und so eine der schlechteren Halbzeiten der letzten Wochen hinlegte.
Wer bis jetzt von diesem Spiel enttäuscht war, der konnte sich auf die zweite Hälfte freuen. Denn der TSVgg kam wie verwandelt aus der Kabine und es dauerte keine zwei Minuten, bis der Ball zum ersten Mal im Netz der Gastgeber landete. Torschütze, wie bereits im Spiel gegen den FV Budenheim, war Marvin Kaulfuss, welcher nach einem schön herausgespielten Angriff und einer exakten Flanke unseres Kapitäns Pierre Mohr zum 0:1 treffen konnten. Der Jubel war noch nicht vollends verebbt, da war es Lenny Hadzipasic, welcher in der 52. Spielminute, also nur fünf Minuten nach dem Führungstreffer, mit einem wunderschönen Distanztreffer das zweite Tor des TSVgg erzielte.
Man hatte die Mommenheimer in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit klar im Griff und zu diesem Zeitpunkt sprach vieles für den vierten Ligaerfolg in Serie. Doch dieser sollte der Mannschaft am heutigen Mittag verwehrt bleiben.

Der Gastgeber wollte sich nicht geschlagen geben und die Zuschauer halfen ihnen, noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Zudem zeigte die Abwehr unserer Ersten zuletzt ungewohnte Schwächen und so war es eben solch ein Fehler, welchen Patrick Nützel in der 64. Spielminute nutzte und mit einem Traumtor aus 25 Metern den Anschlusstreffer erzielen konnte. Hatte man darauffolgend noch die Chance, durch Marvin Kaulfuss den alten Abstand wiederherzustellen und damit wohl das Spiel zu entscheiden, so wurde diese Möglichkeit ungenutzt gelassen und aus unerklärlichen Gründen stellte das Team in der Folge komplett das Spielen ein. Mommenheim wurde nun von Minute zu Minute dominierender und der TSVgg war nur noch bedacht, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Der Druck sollte jedoch zu stark werden und in der 84. Spielminute schließlich war Dominik Paul, welcher wiederum mit einem Fernschuss den Ausgleich erzielte, an dem Keeper Christopher Klonek zwar noch mit den Fingerspitzen dran war, den Ball jedoch nicht mehr entscheidend ablenken konnte. Wenn man aber ganz genau nimmt, hätte dieser Treffer nicht zählen dürfen, stand beim Schuss von Paul noch ein Mommenheimer Spieler innerhalb der Schussbahn im Abseits, welches dadurch Aktiv wurde. Doch auch dies sah der Schiedsrichter nicht.

Ein intensives Spiel endet letztlich 2:2. Ein Ergebnis, was unter dem Strich in Ordnung geht. Für unsere Erste jedoch ärgerlich, hatte man doch eine komfortable Führung und wurde zudem zwei Mal durch zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt. Doch blickt man nur drei Wochen zurück, dann ist dieses Unentschieden ein Erfolg im Ziel, eine stabile Saison hinzulegen. Die Freude auf mehr ist geweckt!