Kreispokal Mainz-Bingen (2. Runde): TSV Wackernheim - TSVgg Stadecken-Elsheim 2:1 (1:0)

Aus in zweiter Runde des Kreispokals

 

TSV Wackernheim: 

Gard, Reiter, Remark, Klemann (63., Trapp), Riediger (46., Krüger), Schwarzkopf,
Anlauf R., Lukas, Menk, Drechsler, Brendle (60., Anlauf M.)

TSVgg Stadecken-Elsheim: 
Klonek, Sinock, Große Böckmann, Antwerpes, Hintsch T. (69., Büsing), Hadzipasic,
Dressler, Kaulfuss, König, Emmerich (46., Dickescheid), Köberich (46., Mildner)

Tore: 
1:0 Lukas (35.), 2:0 Drechsler (81.), 2:1 Büsing (84.)

 

Florian Sieben und Tim Antwerpes I In der zweiten Pokalrunde kam es zum Spitzenspiel der beiden A-Klasse-Mannschaften aus Wackernheim und Stadecken-Elsheim. Und wie schon in den letzten Jahren stellte die Elf von Trainer Albert Hoppe unter Beweis, dass der Pokalwettbewerb nicht der ihre ist und schied unglücklich mit einer 2:1 - Auswärtsniederlage aus.

Doch von Beginn an. Wieder einmal schwor sich das Team ein, die Anfangsphase nicht zu verschlafen, hatte man doch in den ersten drei Punktspielen jeweils nach zehn Spielminuten schon Gegentreffer hinnehmen müssen. Und so ging man in eine von Schiedsrichter Yannic Lenssen zu jeder Zeit souverän geführten Partie und zeigte die ersten 25 Minuten tatsächlich eine sehr ansprechende Leistung. Bei der Abwehrarbeit stand der komplette Verbund eng bei den Gegenspielern, allgemein verschob unser Team kompakt, stand dabei in ihrer Ausrichtung hoch vor dem eigenen Tor und konnte so recht offensiv und mutig den Gegner verteidigen und attackieren. Einzig vorzuwerfen war einmal mehr, dass die nötige Durchschlagskraft nach vorne fehlte und somit ließ das Spiel in den ersten 30 Spielminuten jede Torchance auf beiden Seiten des Spielfeldes vermissen.

Nach einer halben Stunde aber ging all das Positive verloren. Eventuell lag dies auch daran, dass Trainer Albert Hoppe noch kurz vor Spielbeginn Torben Emmerich und Niels Köberich, beide mit wochen-, beziehungsweise monatelanger fehlender Spielpraxis, in die Startelf einsetzen musste, da sich eigentliche Stammspieler beruflich verspäteten und den Beiden, trotz ansprechender Leistung, schnell ihre noch vorhandenen konditionellen Defizite anzumerken waren. 

Wackernheim wurde nun stärker und mit ihrer ersten erstzunehmenden Torchance konnte man durch Matthias Lukas in der 35. Spielminute in Führung gehen, was auch den Halbzeitstand bedeutete.

Albert Hoppe unternahm in der Pause alles, wieder positives Denken in die Köpfe seiner Jungs zu befördern und es sollte spielerisch Früchte tragen. Die Mannschaft ging gestärkt in die zweite Hälfte und konnte sich in dieser durch Alen Hadzipasic und Silas Große Böckmann gute Torgelegenheiten erspielen, welche jedoch nicht verwertet werden konnten. Es kam jedoch in der Folge, wie es kommen musste. Aufgrund der schwindenden Spielzeit und dem damit bedingten offensiven Spiel unserer Mannschaft waren zehn Minuten vor dem Ende Räume in der Hintermannschaft da, welche die Wackernheimer eiskalt nutzten und durch Youngster Janis Drechsler zum 2:0 erhöhen konnten. 

Wären nun jedoch andere Mannschaften eingebrochen, zeigt die Unsere eine starke Mentalität und lief weiter auf das Tor der Gastgeber an. Dies wurde dann schließlich in der 84. Spielminute zum 2:1 - Anschlusstreffer belohnt. Nach einer Ecke von der rechten Seite durch Kai König war es unser Routinier Christian Büsing, welcher sich am kurzen Pfosten freilaufen und den Ball unhaltbar einköpfen konnte.

Nun war es noch einmal ein offenes Spiel, jedoch schafften es unsere Mannen nicht mehr entscheidend durch die tiefstehende Abwehr der Wackernheimer durchzubrechen und so konnten Diese den Sieg über die Zeit bringen.

Es bleiben viele Aufgaben für die Zukunft. Unsere Erste schafft es immer mehr Spielkontrolle zu erlangen, schafft es jedoch nicht, diese über einen gesamten Spielverlauf zu halten. Gerade das Passspiel im Aufbau und die Durchschlagskraft in der Offensive lassen noch nach mehr hoffen und auch die zuweilen einfachen Fehler in der Defensive sind abstellbar.

Letztlich wäre zumindest eine Verlängerung des Spiels verdient gewesen, da beide Mannschaften sich nicht von ihrer besten Seite zeigten, dies ja nun aber bald beim Zusammentreffen in der Liga besser machen können.